TSV Rottendorf – FT Schweinfurt 3:3 (1:0)

Beim letzten Spiel des Jahres zeigte der TSV eine starke Leistung und verpasste einen Heimsieg nur knapp.

Das Trainerduo Lang/Gröschl musste kurzfristig auf die erkrankten Jakob Siedler und Daniel Storandt verzichten. Im Vergleich zum letzten Auftritt gegen Schwebenried, rückten dafür Mathis Böhler und Sandro de Candido in die Startelf.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der man dem TSV das zurückgewonnene Selbstvertrauen und die Entschlossenheit schnell anmerkte. Nach kurzer Abtastphase kam Moritz Schubert zum ersten Abschluss, doch sein Versuch nach einer flach ausgeführten Ecke rauschte deutlich über den Kasten (8. Min). Kurz darauf kamen auch die Gäste zu ihren ersten Gelegenheiten. Zunächst flog ein Heber aus der Distanz über den aufgerückten Peter Trappschuh und auf das Tornetz (10. Min) und wenig später vertändelte ein frei durchstartender Angreifer das Leder kurz vor dem Sechzehner (11. Min). In der Folge riss der TSV das Spielgeschehen zunehmend an sich und erspielte sich aussichtsreiche Möglichkeiten zur Führung. Einen Abschluss aus kurzer Distanz von Mathis Böhler, parierte der Keeper im kurzen Eck gekonnt (14. Min) und nach feinem Doppelpass mit Böhler, scheiterte auch Jannik Fischer mit seinem zu unplatzierten Schuss im Sechzehner (28. Min). Zehn Minuten vor der Pause belohnten sich die Hausherren schließlich für den engagierten, disziplinierten und leidenschaftlichen Auftritt. Sebastian Hackenberg kam am eigenen Sechzehner an den Ball und leitete den Konter mit einem präzisen Pass auf Mathis Böhler ein. Dieser zog die gesamte rechte Außenbahn entlang und bediente mit seiner mustergültigen Hereingabe den einlaufenden Moritz Schubert am Fünfmeterraum. Rottendorfs Torjäger nahm das Leder direkt und traf mit seinem technisch anspruchsvollen Drop-Kick unhaltbar ins rechte Eck zum umjubelten 1:0. Bis zur Pause verteidigte der TSV den Vorsprung entschlossen und ließ keine nennenswerte Möglichkeit des Gegners zu.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich erst einmal wenig am Spielgeschehen. Der TSV blieb das gefährlichere Team und suchte die Vorentscheidung. Die erste Gelegenheit nach Wiederanpfiff bot sich Nico Schubert, der nach Balleroberung nahe des Mittelkreises frei auf das Tor ziehen konnte, mit seinem Abschluss jedoch am Schlussmann scheiterte (55. Min). Schweinfurt hatte zwar weiterhin gleichwertige Spielanteile, doch den Gästen fehlte zunächst noch die Durchschlagskraft gegen die kompakte TSV-Defensive. Ganz im Gegensatz zu den Hausherren, die offensiv durchweg gefährlich blieben und sich in der 66. Minute erneut belohnten. Mathis Böhler spielte einen Freistoß aus dem Halbfeld flach in den Strafraum, wo Moritz Schubert mit dem Rücken zum Tor zu Jannik Fischer zurücklegte und dieser mit einem platzierten Flachschuss ins linke Eck zum 2:0 traf. Die weichen schienen nun auf Sieg gestellt, doch in den folgenden Minuten überschlugen sich die Ereignisse. Angestachelt von dem zweiten Gegentreffer nutzten die Freien Turner gleich ihren nächsten Angriff und erzielten den Anschlusstreffer nur eine Zeigerumdrehung später. Benjamin Freund wurde an der Sechzehnergrenze angespielt und traf aus der Drehung flach links unten zum 2:1 (67. Min). Die Gäste wirkten jetzt zielstrebiger und kamen wenige Augenblicke später sogar zum Ausgleich. Nach einem grenzwertigen Luftzweikampf gegen Nik Hofrichter, zog ein FT-Spieler an den Sechzehner und legte dort nach links zum mitgelaufenen Tyrell Walten quer, der mit seinem Abschluss ins lange Eck das 2:2 markierte (70. Min). In der Folge entwickelte sich eine spannende und teilweise hitzige Schlussphase, in der beide Mannschaften mit offenem Visier auf Sieg spielten und der TSV ein weiteres Mal vorlegte. Zehn Minuten vor dem Ende landete eine Kopfballabwehr der Schweinfurter vor den Füßen von Kapitän Nico Schubert, der nicht lange fackelte und mit einem fulminanten Schuss aus rund 20 Metern in den rechten Winkel zum 3:2 traf. Der TSV setzte nun alles daran den Vorsprung über die Zeit zu bringen und verteidigte mit Herzblut. Doch FT steckte nicht auf und erzwang den erneuten Ausgleich wenige Minuten vor Spielende. Auch hierbei entstand der Treffer durch eine Kopfballabwehr direkt zum Gegenspieler, so dass sich die Gäste in den Strafraum kombinierten und Peter Trappschuh eine flache Hereingabe nur noch nach vorne abwehren konnte. Das Leder landete bei Schweinfurts Jannik Keuser, der freistehend aus wenigen Metern nur noch einschieben musste und den 3:3 Endstand erzielte (88. Min).

Der TSV verschenkte in seinem letzten Auftritt des ablaufenden Kalenderjahres zwar zwei Punkte, doch die starke Leistung macht Mut für den zweiten Saisonabschnitt und den Kampf um den Klassenerhalt im kommenden Frühjahr.

Fabian Heß

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