Nach drei Spielabsagen in Folge waren alle heiß auf Fußball und konnten es kaum erwarten – so wurde sogar ein Mitstreiter, der lediglich ein paar klitzekleine Minütchen zu spät am Treffpunkt war, einfach mal vergessen... Sorry, Marcus! ;-)

 

Angesichts der Temperaturen waren wir nicht unglücklich, dass die Alten Herren von Kirchheim manchmal auch im benachbarten Geroldshausen auf dem eher kleinen Platz spielen. Bereits beim Aufwärmen war schnell klar, dass die Tücken im Detail liegen: So war der optisch schöne Rasen im Untergrund doch holpriger als gedacht und das Spielfeld hatte vom Niveau her was von einem Tischkicker – die Ecken und die, im wahrsten Sinn des Wortes „obere“ Torauslinie, waren leicht überhöht, aber dazu später mehr!

Zu Beginn machten wir alles richtig, ließen Ball und Gegner laufen und hatten prompt ein paar Chancen, die wir etwas leichtfertig vergaben. Die Kirchheimer schauten sich das ein paar Minuten an, hielten in der Folge aber immer besser dagegen und sicherten sich ihre Spielanteile. Nicht zuletzt deren schnelle „Zehner“ schloss seine Tempodribblings stets mit gefährlichen Distanzschüssen ab. Doch die Gefahr kam aus einer ganz anderen Richtung: Der gegnerische Linksaußen setzte sich auf seiner Seite durch, versuchte kurz vor der Torauslinie den Ball nach innen zu flanken, was ihm völlig misslang. Auch unser „Nachwuchskeeper auf dem zweiten Bildungsweg“ Jens Wildberg, der heute sein Debüt gab, rechnete mit einer Flanke und machte deshalb aufmerksam einen Schritt nach vorne. Nun kam die „Spielfeldaußenranderhöhung“ ins Spiel: Der Ball, der eigentlich ins Toraus hätte gehen müssen, trudelte der Linie entlang nach innen, umkurvte irgendwie den ersten Torpfosten, bis er schließlich im langen Eck landete. Alle staunten – die Hälfte jubelte. 1:0 für Kirchheim.

Wie es manchmal so ist, folgte kurz darauf der zweite Streich: Nach einer erneuten Hereingabe von links verschätzte sich unser Torwart, der ansonsten seine Sache gut machte, kam nicht so richtig an den Ball, so dass einer unserer Gastgeber einfach nur noch zur 2:0 – Führung abzustauben brauchte. Daraufhin entwickelte sich ein flottes Spiel, bei dem aber bis zur Halbzeit nichts Zählbares herauskam.

Nach dem Wechsel ging es so weiter; wir gingen mit unseren teils klarsten Torchancen weiterhin sehr großzügig um. Gott sei Dank hielt es unser Gegner genau so und scheiterte mal an unserer Abwehr, mal an unserem Torwart und mal am eigenen Unvermögen.

Nachdem unsere Bemühungen um ein Kombinationsspiel sich nicht in einem Torerfolg auszahlten, nahm sich Kai Ullmann einfach einmal ein Herz und zog aus 18 Metern ab: Das Leder schlug unhaltbar im kurzen Eck zum 2:1 – Anschlusstreffer ein. Auch auf unserer Seite kam es zum Doppelschlag, als sich kurz darauf „Jungsenior“ Andi Scheuerer auf der linken Seite gegen mehrere Abwehrspieler in Richtung Torauslinie (ja, richtig – die mit besagter Erhöhung!) durchsetzte und diesmal aber ohne Mitwirkung derselben den Ball scharf nach innen passte. Kai stand da wo ein Torjäger stehen muss und drückte den Ball zum Ausgleich über die Linie.

Nach dem Ausgleich neutralisierte man sich über einen gewissen Zeitraum mehr oder weniger, bis wiederum Kai Ullmann bei einem Gegenstoß nach einem Doppelpass mit Bernhard Rützel diesen den Ball mustergültig vorlegte. Bernhard, der ganz alleine auf den Torhüter der Kirchheimer zu lief, brauchte nur noch links an ihm vorbeizuschieben, um den TSV mit 2:3 in Führung zu bringen.

Und auch diesmal kam´s in kürzester Zeit zum nächsten Tor: Ein Stürmer der Kirchheimer, der nahezu unbemerkt auf der rechten Seite mitgelaufen war verwertete eine Flanke von rechts zum Ausgleich. Danach tat sich nicht mehr viel – man trennte sich in diesem sehr fairem Match verdientermaßen mit einem gerechten 3:3.

Fazit: Die Abwehr machte auch ohne ihren „Chef“ Roland Dittmann, der sich in seinem wohlverdienten Urlaub befand, ihren Job weitestgehend gut. Dem Mittelfeld stünde es besser zu Gesicht, wenn der Ball etwas früher und dann auch konzentrierter abgespielt werden würde. Die Stürmer könnten mit einer leicht verbesserten Chancenauswertung maßgeblich zur allgemeinen Nervenberuhigung des gesamten Teams beitragen. Ansonsten: Endlich wieder mal ein Punkt. Danke für´s Engagement!

Und ganz wichtig ist die Feststellung, dass (man ist geneigt zu sagen: „Wer, sonst!?!“) Günter Geißler an diesem Spieltag der einzige im Trikot des TSV Rottendorf war, der während der gesamten Spielzeit keinen einzigen Fehler machte!

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