Nach langer Durststrecke gelang den Jungsenioren des TSV Rottendorf endlich wieder einmal ein Sieg, nachdem man in den letzten Wochen fast nur, teilweise unglückliche, Niederlagen hatte einstecken müssen.

Mit einer vielversprechenden Truppe fand man sich am Samstagabend auf dem neuen Sportplatz in Biebelried ein, das gesamte Tiki-Taka Mittelfeld Geißner – Klaas – Rützel war wieder mit an Bord und sogar Bernhard Ebert konnte sich für ein paar Stunden aus den Fängen Amors lösen und dieses Traummittelfeld verstärken. Leider musste Abwehrrecke Armin Büchs, der zur Zeit ein Praktikum bei den Maltesern ableistet und einen dringenden Patiententransport zum Spiel der 1. Mannschaft durchzuführen hatte, kurzfristig absagen und so war mal wieder einmal im Abwehrbereich recht dünn (nicht nur was die Zahl der Spieler betrifft) aufgestellt.

Vom Anpfiff an setzten wir die Gastgeber unter Druck, angetrieben von besagtem Mittelfeld, doch schon wie in den letzten Woche endeten die meisten Angriffe vor dem gegnerischen Strafraum oder wurden vom umsichtigen Libero der Biebelrieder (dem ehemaligen Höchberger Landesligaspieler Paul Häußner) abgefangen. Auch die Gastgeber agierten sehr vorsichtig, hatten sie doch im vergangenen Jahr mit ihrer extrem offensiven Spielweise eine bittere Heimniederlage gegen den TSV erlitten. So kam es auf beiden Seiten kaum zu Großchancen, und wenn es einmal brenzlig wurde verfehlte man das Tor (wir) oder scheiterte am starkenTorwart Michael Leikam (Gegner). Das 0-0 zur Halbzeit war deshalb nicht überraschend, obwohl bei dieser Spielpaarung schon häufig über 10 Tore erzielt wurden.

Die 2. Halbzeit stand dann jedoch unter ganz anderen Vorzeichen. Biebelried zog seinen Topspieler Häußner nach vorne und signalisierte uns eindeutig, dass sie sich nicht mit einem Unentschieden zufrieden geben wollten. So gerieten wir zunehmend unter Druck, nicht nur wegen der taktischen Umstellung des Gegners, sondern auch aufgrund der schwindenden Kräfte und der häufigen Wechsel. War man in der ersten Halbzeit noch im Samba-Rhythmus über das Feld gefegt, so hätte man jetzt getrost einen Wiener Walzer als Hintergrundmusik wählen können. Nur Bernie und Karsten, der nicht nur äußerlich an den großartigen Iniesta erinnert, stemmten sich mit aller Gewalt im Mittelfeld dagegen. In dieser Phase hatten wie es vor allem Libero Harald Dürr zu verdanken dass unser Durchhänger nicht bestraft wurde.

Umso überraschender fiel dann das 1-0 für Rottendorf. Bernie hatte sich auf der rechten Seite durchgetankt und präzise auf den mitgelaufenen Maik Klaas geflankt. Dessen erster Schuss wurde noch von der vielbeinigen Abwehr geblockt, der Nachschuss jedoch landete unhaltbar links unten im Tor. Die Antwort waren ungestüme Angriffe der Biebelrieder, die kurz nach unserer Führung mit einem Traumtor aus spitzem Winkel in den rechten Giebel belohnt wurden. Als 15 Minuten vor Ende der Partie unser Torwart Michael und Bernhard Rützel bei einer Abwehraktion in der Luft heftigst zusammenprallten und Bernie minutenlang behandelt und schließlich ausgewechselt werden musste schienen unsere Felle davon zu schwimmen. Doch wie aus dem Nichts gingen wir wieder in Führung. Nach einer Hereingabe gelang es den Gastgebern nicht, den Ball weit aus dem Strafraum zu klären. Martin Götz fackelte nicht lange und beförderte aus 18 Metern den Ball mit der Kupfe humorlos unter die Latte. Biebelried schien geschockt, drohte doch wieder eine Niederlage gegen die Bestia Roja-Negra (die schwarz-rote Bestie) aus Rottendorf. So verpufften in den letzten Minuten ihre Attacken meist mit einem zu hohen Fernschuss oder einer zu weiten Flanke. Als dann kurz vor dem Ende Bastian Kaiser noch mit einem artistischen Hüftseitfallzieher (dieser Abschluss ist so schwer wie das Wort lang!) das 3-1 erzielte, war die Messe gelesen. Endlich wieder mal ein Sieg und vor allem nur ein Gegentor! So kann es weiter gehen.

Erwähnenswert sei auch die Tatsache, dass Günter Geißler wieder einmal fehlerlos blieb, sich sein Aktionsradius allerdings nur auf das Ausführen des schicken Trikots von der Umkleide zum Platz und zurück beschränkte. Wir alle wünschen ihm noch etwas mehr Mut bei den kommenden Aufgaben! Auf dem Spielermarkt tut sich auch einiges, wurde doch Thomas Bankl beim letzten Training gesichtet. Dort machte er nach einer so langen schöpferischer Pause einen erstaunlich guten Eindruck und könnte als Alternative im Mittelfeld/Abwehrbereich in den Blickpunkt rücken.

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