Mini Schachbrett

  • SC Bamberg II - TSV Rottendorf I                 3½ : 4½
  • TSV Rottendorf II - SK Schweinfurt II          2½ : 5½
  • SB Versbach II - TSV Rottendorf III                 1 : 5
  • Zellingen/Erlabrunn II - TSV Rottendorf IV     1 : 3

Team 1

  •  
  • Team 1 beginnt neue Regionalliga-Saison mit Überraschungssieg gegen topaufgestellte Bamberger
  • Team 2 unterliegt in Spitzenbegegnung
  • Team 3 siegt überzeugend ohne Brettverlust
  • Team 4 macht Furore mit zweitem Sieg in Folge und übernimmt Tabellenführung


1. Mannschaft, Regionalliga Nord-West
Beim tadellos ausgerichteten Kampf von fünf Bamberger Heimteams gegen die Konkurrenz in diversen Ligen konnte der TSV Rottendorf durchaus kämpferisch mit einer deutlich verjüngten Mannschaft überzeugen.
Bereits nach Bekanntgabe der Aufstellungen mussten wir die Augenbrauen hochziehen. Die Bamberger Landesligareserve hatte ihre Top 8 an die Bretter gebracht, womit wir nicht unbedingt rechneten.
So ging nun der SC Bamberg II mit einem DWZ Schnitt von 2019 Punkten und den ersten 8 für die zweite Mannschaft gemeldeten Spielern an die Bretter. Auch Stammspieler der Landesligamannschaft Herr Prof. Dr. Krauseneck nahm an Brett 4 in der Reserve Platz!

An Brett 8 brachte Daum gegen Abteilungsleiter Alexander Kühn ein Figurenopfer, um den Zugang zum König zu öffnen und gab sich dann mit Dauerschach zufrieden.    0,5 : 0,5

An Brett 7 hatte Günter Schmitt mit 7.b4! den Gegner in deutliche positionelle Schwierigkeiten gebracht und eroberte einen Bauern. Danach übersah Günter jedoch die taktische Gewinnfortsetzung, verlor seinen Bauernvorteil wieder und man einigte sich auf Remis!    1 : 1

Tom Haasner hatte an Brett 2 zwar zwei Bauern Rückstand, sein Gegner Riemer war aber deutlich unterentwickelt. Das Remisangebot von Tom wurde jedoch abgelehnt. Mit 16.Lg6+ schritt Tom zur Königsattacke und brach durch!    2 : 1

Am Spitzenbrett machte IM Dr. Peter Ostermeyer gegen die Aljechinverteidigung kräftig Druck und sorgte auf der Diagonalen a1-h8 für den Todesstoß.    3 : 1

Danach verlor Jana Bardorz an Brett 6 gegen den stürmisch attackierenden Mikuta nach 36 Zügen mit tapferer Gegenwehr.    3 : 2

Auch Matthias Königer an Brett 2 hatte gegen Öhrlein Remis in der Italienischen Eröffnung geboten, welches abgelehnt wurde. Danach gewann Königer insgesamt 3 Bauern und verteidigte sich geschickt gegen die Gewinnversuche seines Gegners, der dann nach 42 Zügen aufgab.    4 : 2

An Brett 4 versuchte der Landesligaspieler Prof. Krauseneck alles, um unseren Andrej Bobrov in Verlegenheit zu bringen. Andrej parierte aber alles mit präziser Genauigkeit und brachte das Remis nach 70 Zügen zähem Ringen ins Trockene.    4,5 : 2,5

Daniel Ullrich hatte laut Computeranalyse plus 3 Bauerneinheiten, er konnte mit zwei Figuren gegen Turm operieren. Allerdings war sein Königsflügel geschwächt und der weiße Turm konnte nicht aktiviert werden. Das nutzte der Gegner Dr. Röber zu druckvollem Spiel in der Brettmitte und setzte Daniels König doch deutlich zu, womit dann die Gewinnkombination gelang.    4,5 : 3,5

3,5 Punkte an den ersten 4 Brettern waren sehr überraschend für uns und damit die Grundlage zum knappen Gesamtsieg! Zwei mega-kostbare Punkte auswärts und damit nach Runde 1 ein der dritte Platz.
In drei Wochen gibt es ein Heimspiel gegen SK Bad Neustadt I, die in der ersten Runde mit 2047 DWZ Punkten an die Bretter gingen und in der Favoritenrolle sind.

Die restlichen Ergebnisse in der Regionalliga Nord-West:
SC Kitzingen (2018)                 - SF Sailauf (1988)            4-4
SK Bad Neustadt/Saale (2047)  - SC Obernau (1869)         6-2
SK Weidhausen (1845)             - SpVgg Stetten (1938)      1-7
FC Marktleuthen (2021)            - SV Würzburg (2056)        4-4


2. Mannschaft, Bezirksliga Ost
An zwei Brettern ging es besonders schnell:
Peter Güntner gewann an Brett 4 gegen seinen auf dem Papier ebenbürtigen Gegner,
Dieter Schäflein an Brett 5 machte mit einem Damen-Ausflug zunächst Druck, konnte seinen König dann aber wegen vernachlässigter Entwicklung nicht in Sicherheit bringen und gab auf.

Auch an Brett 6 wurde schnell gespielt, es wurden drei Leichtfiguren, Damen und ein Turmpaar abgetauscht. Der Angriff am Königsflügel durch Ruben Walter kam zu langsam und sein Gegner konnte die Initiative übernehmen. Immerhin wurde der schwarze König durch einen gedeckten Freibauern auf h6 in der Ecke gebunden. Weiß verlor seinen Springer durch eine Fesselung, die verbliebenen Türme wurden dabei abgetauscht. Der weißfeldrige schwarze Läufer stand am Damenflügel nun mit 4 Bauern gegen den weißen König mit 3 Bauern. Ein Fehler von Weiß ließ die Partie endgültig kippen, der weiße König konnte den Damenflügel gerade noch halten. Schwarz fand die Gewinnstrategie aber nicht und bot Remis an.

Kurz darauf musste Christoph Bardorz an Brett 1 aufgeben. Bis dahin hatte er die Partie gegen Alexander Brückner, den ehemaligen Bayerischen U12-Meister (im Jahr 2015), mit den schwarzen Steinen ausgeglichen gehalten. Nach einem nicht korrekt berechnetem Turmtausch gab Christoph die Partie auf, da der verbliebene weiße Turm dadurch auf die 7. Reihe gelangen konnte.

An Brett 8 drohte der Gegner von Mohamed Dweidari durch eine Fesselung beim Abtausch von Figuren die Qualität zu gewinnen. Mohamed versuchte die Partie zu retten, indem er die Dame und eine Leichtfigur für zwei Türme gab. Ein Angriffsversuch lief ins Leere, der Gegenschlag war nicht aufzuhalten. Damit stand es 1,5:3,5.

Simon Fuchs spielte mit den schwarzen Steinen gegen Jaroslaus Neubauer (DWZ 1977), bisher seinen stärksten Gegner. Beide Spieler entwickelten in einem geschlossenen Sizilianer zunächst konsequent ihre Figuren, wobei Simon einige Schwierigkeiten mit seinem a-Turm hatte. Nachdem er nach einem Bauerngewinn die Dame im Zentrum postierte, kam diese in Bedrängnis und Weiß bekam ein starkes Spiel. Nach Materialverlust blieb es nur noch nach Remiskombinationen zu suchen, die Neubauer aber nicht zuließ.

Währenddessen kämpfte Ottmar Bauer an Brett 2 um einen ganzen Punkt, damit die Mannschaft bei einem Remis an Brett 3 noch Unentschieden halten könnte. Er hatte mit einem Turm auf der e-Linie die Initiative und einen Angriff auf g7, den er aber nicht aufrechterhalten konnte; die Partie schien wieder ausgeglichen zu sein. Leider fand er in Zeitnot bei einem Angriff durch seinen Gegner nicht die richtige Antwort und gab auf, als seine Dame und sein König gegabelt wurden.

Beim Kampf an Brett 7 ging es jetzt nur noch um das Einzelergebnis: Günter Groß hatte sich lange schon eine Gewinnstellung erkämpft, tat sich aber schwer eine Gewinnstrategie zu finden. Zwischenzeitlich hatte er auf dem Damen- und Königsflügel je einen Bauern mehr, gab seinen Mehrbauern auf dem Damenflügel aber wieder her. Am Königsflügel tauschte er den letzten Bauern seines Gegners ab und landete mit einem verbliebenen Turmpaar in einer Remisstellung. Sein Gegner entschloss sich am Ende mit seinem König Richtung Damenflügel auszuweichen, statt den Umwandlungspunkt des Bauern zu verteidigen. Endlich fand Günter den Weg zum Sieg.

Insgesamt ist Schweinfurt II sehr stark aufgetreten und hat mit 5,5:2,5 verdient gewonnen. In der nächsten Runde am 10. November gegen Bad Kissingen geht es nun darum, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.


3. Mannschaft, A-Klasse Mitte

In der zweiten Spielrunde war die dritte Rottendorfer Mannschaft zu Gast bei der zweiten Mannschaft des Sportbundes Versbach. Dass wir in dieser Begegnung ungeschlagen bleiben würden, war keine Selbstverständlichkeit und sicherlich in den meisten Partien auch sehr lange Zeit nicht abzusehen.

Recht schnell war allerdings die Partie an Brett 5 vorüber. Dort büßte Philipp Wehner (1208) der gastgebenden Mannschaft mit den schwarzen Steinen früh einen Bauern ein, den er alsbald zurückzuerobern versuchte. Gegen Rottendorfs Josef Joas (1578) verlor er dabei allerdings einen ganzen Turm, was ihn dazu veranlasste, sofort aufzugeben.
Stand: 1 - 0

An Brett 1 entwickelte sich zwischen unserem Spieler Arnold Hammer (1597) und Versbachs Leberecht Walter (1689) eine komplexe Stellung. Obwohl Arnold mit Weiß einen Bauern mehr hatte, war es äußerst schwierig, daraus einen deutlichen Vorteil zu entwickeln. Das Remis nach dreimaliger Stellungswiederholung war uns dennoch willkommen, zumal wir ja bereits einen Brettpunkt Vorsprung hatten.
Stand: 1,5 - 0,5

Rottendorfs Stefan Bardorz (1574) war es gegen Massimo Hemberger (1252) an Brett 3 verwehrt, seinen Anzugsvorteil in eine bessere Stellung oder gar in einen materiellen Vorteil umzuwandeln. Da die Partie auch nach langem Spiel ausgeglichen blieb, einigten sich die Kontrahenten auf Remis.
Stand: 2 - 1

Große Ausdauer war auch an Brett 4 für unseren Mannschaftsführer Rhys Herrmann (1623) gegen Versbachs Günter Gehr (1260) nötig. Trotz der deutlich höheren Wertungszahl geriet Rhys mit den schwarzen Steinen zeitweise unter Druck. Zu einem Materialvorteil kam es erst, als Weiß zugunsten seiner Angriffsinitiative auf zwei seiner Bauern verzichtete. Rhys konnte allen Mattangriffen erfolgreich standhalten und seine beiden Mehrbauern im Endspiel in zwei verbundene Freibauern verwandeln, die nach Abtausch aller Figuren für Weiß nicht mehr aufzuhalten waren.
Stand: 3 - 1

Um wenigstens einen Mannschaftspunkt zu sichern, agierte Versbachs Mannschaftsführer Oliver Völlinger (1463) an Brett 2 mit den weißen Steinen nun aggressiver, also auch riskanter gegen unseren Rudolf Engel (1627). In einer hart umkämpften Partie, durchgehend mit Materialgleichstand, musste Rudolfs Gegner dann eine Leichtfigur hergeben, um einen Damenverlust zu verhindern. Doch auch danach konnte Weiß noch eine Weile seinen König immer wieder hinter den eigenen Bauern vor den Mattangriffen verstecken. Schließlich fand Rudolf eine gewinnbringende Zugkombination zum Schachmatt.
Stand: 4 - 1

Besonders spannend verlief die Partie an Brett 6, wo Rottendorfs Andreas Grünewald (1202) mit den schwarzen Steinen zunächst durch eine Eröffnungsfalle unglücklich seinen Turm auf dem Königsflügel einbüßte. Nach langer Rochade gelang es ihm dann, durch schnelles Einleiten eines Angriffs auf den Königsflügel, seinen Gegner Christian Händel in große Bedrängnis zu bringen. Andreas opferte sogar seinen zweiten Turm, um die gegnerische Königsstellung aufzubrechen. Dies führte für Weiß wiederum zu so großem Materialverlust, dass Andreas mit nur noch einer Qualität Rückstand, aber unter geschickter Verwendung seines Läuferpaars den nunmehr ungeschützten, weißen König bis ins Schachmatt dirigieren konnte.
Endstand: 5 - 1


4. Mannschaft, B-Klasse Mitte

Oliver Karch 1431 - Kai Wiegand 1124     0:1
Es ist fantastisch, wie stark Kai gespielt hat. Sein Gegner mit über 300 DWZ-Punkten mehr gab nach zwei Stunden auf.

Linus Seubert 889 - Linus Langer 1226    0:1 
Unser Linus war einfach stärker.

Thomas Wosch - Johann Teichert 776      1:0 
Johann übersah eine Springergabel und musste sich später geschlagen geben.

Fabian Schwarz - Finley Hellebrand          0:1
Starkes Endspiel von Finley, seine bessere Königsstellung bei gleichem Figurenstand entschied das Spiel.


Bericht 1. Mannschaft und Foto: Günter Schmitt
Bericht 2. Mannschaft: Ruben Walter
Bericht 3. Mannschaft: Rhys Herrmann
Bericht 4. Mannschaft: Siegfried Stark
Redaktion: Christoph Bardorz

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