Die Reise nach Aschaffenburg zu unserem Tabellennachbarn endete am Sonntag Nachmittag nach packendem Verlauf mit einem 4:4 unentschieden. Eigentlich zu wenig. Dank Heiko, der in einem spannungsgeladenen Endspiel mit Mehrqualität (nach fünfstündigem Kampf!) die Nerven behielt und gewinnen konnte, sind die Chancen auf den Klassenerhalt aber weiterhin intakt. Das ist die gute Nachricht.

Auf dem Papier gab unsere Aufstellung mit 7 Stammspielern durchaus Anlass zu Optimismus. An Brett 8 rückte kurzfristig noch Alexander Kühn ins Team, dem ich für seinen spontane Bereitschaft zu spielen an dieser Stelle ausdrücklich noch einmal danken möchte. Schade, dass sein Einsatz nicht belohnt wurde.

Nach zwei ereignislosen Remisen von Tom und Alexander H. sowie der Niederlage von Alexander K. ist die Mannschaft zwar früh in Rückstand geraten. Das Geschehen auf den anderen Brettern entwickelte sich jedoch zu unseren Gunsten. Peter gewann in gewohnter Manier in einem besseren Endspiel, in dem dieser sich dank eines Freibauern auf der h-Linie durchsetzen konnte. Jana übernahm mit den schwarzen Steinen in einem klassischen Damengambit nach und nach die Initiative und konnte ihre Überlegenheit im Endspiel durch aktives Schwerfigurenspiel in einen schönen Sieg umwandeln. Daniel, an Brett 3 mit Weiß spielend, stand auf Gewinn. Andrey stand zwar schlechter, konnte aber anscheinend dem Druck des Gegners standhalten. Und Heiko an Brett 7 deutete durch frühen Materialgewinn bereits erste Gewinnversuche an. Es schien als ließ der erwartungsvolle doppelte Punktgewinn nicht mehr lange auf sich warten. Doch es sollte anders kommen und das Drama nahm seinen Lauf. Daniel, der bereits im Ausgang der Eröffnung Material eroberte und lange auf Gewinn stand, leistete sich einen Blackout, der einzügig nicht nur jegliche Gewinnchancen vergab, sondern gleichbedeutend zu einer Verluststellung führte. Eine Niederlage, die sich ganz bitter anfühlt, da Daniel wirklich toll gespielt hat und dem Sieg schon zum Greifen nah war. Kopf hoch! Nur wenige Minuten später folgte bei Andrey ein kurioser Aussetzer ganz anderer Art – eine Indisponiertheit wie man sie im Schachsport heute wohl kaum sehen dürfte. Urplötzlich griff Andrey zu seinem Handy, um auf sein Display zu schauen. Wäre es bei einem kurzen Blick geblieben, vielleicht wäre noch ein Auge zugedrückt worden. Doch das einige Momente zu lang dauernde Checken war schließlich ausschlaggebend für einen Spielabbruch. Völlig regelkonform schritt der Schiedsrichter ein und beendete die Partie. Damit war der Wettkampf gedreht. In Rückstand liegend war der Druck auf Heiko nun enorm. Glücklicherweise hielt Heiko dem stand. Am Ende steht ein unentschieden, mit dem beide Mannschaften leben können.

Es stehen noch vier Spieltage vor uns, davon zwei gegen direkte Konkurrenten um den Abstieg. Es bleibt also spannend.

 Bericht Tom Haasner

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