TSV Rottendorf - TSV Unterpleichfeld 0:0
Mit einem unter dem Strich verdienten torlosen Remis mussten sich die Bezirksliga-Fußballer des TSV Rottendorf am letzten Spieltag des Kalenderjahres zufriedengeben. Die Heimelf hatte über die 90 Minuten gesehen zwar die besseren Torchancen, jedoch verbrachten beide Keeper einen relativ geruhsamen Nachmittag, da keiner der Abschlüsse letztendlich auf das Tor kam.
Das Trainerduo Gröschl/Siedler hatte im Vergleich zur erfolgreichen Partie in Pflaumheim mit der Hereinnahme von Doppeltorschütze Robin Busch für Paul Schulz nur eine Änderung vorgenommen. Die Anfangsphase bot den Zuschauern trotz der schwierigen Platzverhältnisse ein doch ansehnliches Match, in dem der gastgebende TSV vor allem spielerisch Akzente setzte und eine der besten Abwehrreihen der Liga mit gelungenen Kombinationen in so manche Verlegenheit brachte. Hier zeigte die Hereinnahme von Simeon Stellflug im Mittelfeld große Wirkung, da dieser nicht nur defensiv, sondern auch im Spielaufbau viele gelungene Aktionen zu verbuchen hatte. Schon in den ersten Minuten kam Rottendorf zu zwei vielversprechenden Chancen, doch wurde zuerst ein von der Grundlinie flach vor das Tor gespielter Ball von Moritz Schubert von Armin Lilli zwar sauber angenommen, der Abschluss dann aber von der hellwachen Unterpleichfelder Abwehr geblockt. Und nur wenige Minuten später war es dann der Passgeber, der von Busch in der linken Strafraumhälfte freigespielt wurde, seinen Versuch aber deutlich über den Kasten befördert nachdem die Kugel unglücklich aufgesprungen war. Von den Gästen war in dieser Phase offensiv nur wenig zu sehen, da sie fast ausschließlich mit langen Bällen operierten, die jedoch regelmäßig eine sichere Beute der wieder einmal überzeugenden Dreierkette Fritzler – Hackenberg – Eiriksson wurden. Nach 25 Minuten war es hingegen der TSV, der das nächste Ausrufezeichen setzte. Nico Schubert hatte einen hohen Ball mit der Hacke auf den in den Sechzehner durchgestarteten Mathis Böhler verlängert, doch auch dessen Abschluss segelte über das Gästetor. Und auch die noch einzigen erwähnenswerten Möglichkeiten des ersten Spielabschnitts verbuchte Rottendorf. In der 35. Minute platzierte Nico Schubert einen Freistoß leider genau auf den Torhüter und nur wenige Zeigerumdrehungen darauf war es wiederum sein Bruder Moritz, der die Führung auf dem Fuß hatte. Böhler hatte auf der linken Seite seinen Mitspieler im Strafraum mit einem feinen Durchstecker in Szene gesetzt, doch zum wiederholten Male geriet der Abschluss zu hoch, so dass der Gästekeeper nicht eingreifen musste. Sein Pendant gegenüber – Pascal Krämer – hatte wohl selten in dieser Saison, bis auf das Abfangen einiger langer Bälle, so wenig zu tun. Mit diesem, zumindest aus Sicht des TSV Rottendorf, doch etwas enttäuschenden 0:0 ging es in die Pause.
Der Beginn der zweiten Halbzeit sah einen deutlich offensiveren Gast, der den TSV nun deutlich früher angriff und das Spiel mehr in die Rottendorfer Hälfte verlagerte. So musste Krämer in der 58, Minute zum ersten Mal richtig eingreifen, konnte aber einen Distanzschuss der Gäste im Nachfassen kontrollieren. Dies sollte jedoch der einzige nennenswerte Abschluss der Gäste bleiben. Den Gastgebern blieb es vorbehalten noch einmal für Aufregung vor dem Gästetor zu sorgen. Nach gut einer Stunde war Lilli auf dem rechten Flügel durchgebrochen, wurde aber in letzter Sekunde vom bärenstarken Verteidiger Hart geblockt. Als sich die meisten Zuschauer wohl schon mit diesem torlosen Ergebnis arrangiert hatten, bot sich dem TSV doch noch einmal die große Möglichkeit auf einen Dreier. Moritz Schubert hatte diesmal Böhler im Strafraum angespielt, wo dieser auf den Torhüter zulief, das Leder jedoch aus gut zwölf Metern um Haaresbreite am linken Pfosten vorbeischob. Letztendlich musste man sich mit diesem einen Punkt gegen den vor allem defensiv starken Tabellendritten zufriedengeben. So wurde das immer besser funktionierende Team seit Anfang September zwar nur einmal besiegt – und das mehr als unglücklich bei der Spitzenmannschaft in Kürnach – hat aber aufgrund der vielen Unentschieden (7) immer noch nicht genügend Punkte Vorsprung auf die Relegationsränge, so dass in der Rückrunde noch viele spannende und wichtige Partien zu erwarten sind. Mit einer hoffentlich deutlich besseren Chancenverwertung sollte man optimistisch in die Zukunft sehen.
Andreas Schubert
