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Fußball: Aufholjagd kommt zu spät – TSV unterliegt 3:4 in Mömlingen
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Fußball: Aufholjagd kommt zu spät – TSV unterliegt 3:4 in Mömlingen

FC Viktoria Mömlingen - TSV Rottendorf 4:3 (3:1)

In einem vor allem in der Schlussphase noch dramatischem Match unterlag der TSV Rottendorf in seinem letzten Vorrundenspiel der Viktoria aus Mömlingen. Auf tiefem, jedoch für diese Jahreszeit noch ordentlich bespielbaren Geläuf brachte Coach Eiring mit Til Heilke für den verhinderten Marius Wiederer (Trainer Kickers-Damen Bayernliga) und Moritz Schubert für Armin Lilli zwei neue Akteure in der Startelf. Vor allem die erneute Umstellung in der Abwehrkette, in der deren Chef Niklas Fritzler wohl langfristig ausfallen und schmerzlich vermisst wird, sollte sich als mit spielentscheidend erweisen, konnten die Gastgeber mit Philipp Meyer doch einen der gefährlichsten Mittelstürmer der Liga aufbieten.

Nachdem die ersten Minuten noch relativ ruhig verlaufen waren, mit je einer Möglichkeit für beide Teams, u.a. einem wegen Fouls nicht gegebenen Treffer des FC, sollten nach einer Viertelstunde sich die Ereignisse überschlagen. Nach einem der zahlreichen und immer wieder gefährlichen langen Bälle der Gastgeber, landete ein solcher im Rottendorfer Strafraum, wo Keeper Pascal Krämer das Tempo der Kugel unterschätzte und aus dem Kasten eilte, um zu klären. Leider kam er dabei viel zu spät und das Leder wurde von einem Angreifer in die Mitte zurückgelegt, von wo der bereits erwähnte Meyer keine Mühe hatte, dieses in das leere Tor zu schieben (15.). Rottendorf erholte sich jedoch schnell von diesem Schock und brauchte nur drei Minuten zum Ausgleich. Mit einer schönen Kombination hatten sich die Schubert-Brüder bis an den Sechzehner durchgespielt, von wo Moritz den durchgestarteten Mathis Böhler bediente, der die Kugel aus ca. zwölf Metern unter die Latte jagte (18.). Doch schon mit dem Anstoß der Gastgeber war der Ausgleich wieder Makulatur. Ein erneut langer Ball landete bei Meyer, der sich gegen Tom Reiner in den Strafraum durchsetzte, wo er von diesem nach Meinung des Schiedsrichters foulwürdig zu Fall gebracht wurde. Meyer verwandelte souverän zur 2:1 Führung für den FC. Nach gut einer halben Stunde hatte der Mömlinger sogar seinen dritten Treffer auf dem Fuß, als er nach einem groben Stellungsfehler von Til Heilke alleine auf Krämer zulief, dieser aber seinen Schnitzer zum 0:1 mit einer tollen Fußabwehr wieder gut machte. Der TSV konnte in dieser Phase das Match ausgeglichen gestalten, kam aber nur zu einer erfolgversprechenden Aktion, als sich Schulz einmal gegen seinen starken Gegenspieler durchsetzen konnte, dieser ihn aber in letzter Sekunde mit einer riskanten Grätsche vom Spielgerät trennte. Dass es Fortuna an diesem Tag gut mit der Viktoria meinte, wurde in der 41. Minute mehr als deutlich. Ein von der rechten Außenlbahn als Flanke gedachter Ball von Jonathan Komenda senkte sich unhaltbar über Krämer zur 3:1 Führung von Mömlingen ins Netz. Mit diesem ernüchternden Zwischenstand ging es in die Pause.

Eiring brachte für den angeschlagen Reiner mit Arni Eiriksson einen neuen Mann für die Innenverteidigung, was dieser deutlich mehr Stabilität verlieh. Wie ausgewechselt präsentierte sich nun der TSV und eine Angriffswelle nach der anderen lief auf das Tor der Gastgeber zu. Nach nur wenigen Minuten scheiterte Moritz Schubert mit einem Drehschuss aus kurzer Distanz am großartig reagierenden Aulbach und kurze Zeit später entschärfte dieser einen Böhler-Distanzschuss. Zu diesem Zeitpunkt (56.) kam mit Busch für den durch eine Erkältung deutlich gehandicappten Stellflug ein zusätzlicher Offensivspieler aufs Feld. In den folgenden zwanzig Minuten spielte fast nur noch der TSV, scheiterte jedoch, wie vor allem Kapitän Nico Schubert, am starken Torhüter oder an sich aufopferungsvoll in jeden Schuss werfenden Verteidigern. Mit Lilli für Heilke (75.) kam ein weiterer Stürmer und die Viktoria sah sich tief in die eigene Hälfte gedrängt, konnte sich jedoch gelegentlich mit langen Bällen befreien. Diese blieben dennoch, wie schon in der ganzen Partie, stets gefährlich. So verfehlte Meyer nach einer Flanke mit seinem Kopfball nur knapp das Tor, konnte aber in der 84. Minute jubeln, als Dennis Müßig einen Konter zum 4:1 und der vermeintlichen Entscheidung abschloss. Rottendorf zeigte, wie schon oft in dieser Saison, Moral und drückte auf den Anschlusstreffer. Die Belohnung folgte in der 86. Minute, als Nico Schubert den Ball scharf vor das Mömlinger Tor schlug, wo Luca Kupski die Kugel mit einer Grätsche in die eigenen Maschen beförderte. Wegmann ersetzte danach Hofrichter und der TSV bleib weiter am Drücker. In der ersten Minute der Nachspielzeit führte eine Flanke von links auf den am langen Pfosten lauernden Schulz, der mit dem Kopf keine Mühe hatte zu vollenden, tatsächlich noch zum 3:4. Es keimte noch einmal Hoffnung im Rottendorfer Lager auf, jedoch gelang es in den verbleibenden Minuten nicht, sich eine Torchance zu erspielen.

Nach der vor allem in der zweiten Hälfte gezeigten Leistung wäre ein Remis durchaus gerecht gewesen, allerdings muss zum Rückrundenauftakt in den letzten drei Partien vor der Winterpause – alle gegen Top-Mannschaften – wieder eine größere Sicherheit im Defensivverbund hergestellt werden.

Am kommenden Sonntag empfängt der TSV die Siedler aus Kitzingen, die sich nach einer Verletzungsmisere wieder deutlich gesteigert haben, zu einem gewiss rassigen Derby.

Andreas Schubert

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