Fußball: Ergebnisse und Tabellen

Fußball: Effizienz beschert TSV glücklichen Auswärtssieg in Großheubach

Fußball: Effizienz beschert TSV glücklichen Auswärtssieg in Großheubach

TSV Großheubach - TSV Rottendorf 1:2 (0:0)

Eine wieder einmal überragende Torhüterleistung, eiskalte Ausnutzung der beiden Torchancen und natürlich ein gehöriges Quäntchen Glück ließ die Bezirksliga-Kicker des TSV Rottendorf zum vierten Mal in den letzten fünf Spielen als Sieger vom Platz gehen.

Das Trainer-Duo Gröschl/Siedler konnte zum ersten Mal nach der Winterpause die gleiche Startelf auf das erneut holprige Geläuf schicken und mit Arni Eiricksson meldete sich ein Akteur von der nun schon recht langen Verletztenliste zurück. Die Gastgeber aus dem beschaulichen Weinort am Main stehen mit dem Rücken zur Wand und zeigten von Beginn an, dass sie unbedingt drei Punkte erkämpfen, aber auch erspielen wollten. Vor allem das präzise und schnelle Passspiel in der Anfangsphase bereitete dem recht müde wirkenden TSV große Probleme. Großheubach wirkte in keinster Weise wie ein potenzieller Absteiger und so musste Torhüter Pascal Krämer bereits in der zweiten Minute mit einer spektakulären Fußabwehr einen Abschluss aus kurzer Distanz entschärfen und nach gerade einmal fünfzehn Minuten mit einer identischen Aktion den frühen Rückstand verhindern. Lautstark versuchte der sich seit Saisonbeginn in einer hervorragenden Verfassung befindende Keeper seine Vorderleute aufzurütteln. Der Rest der ersten Hälfte ist schnell erzählt. Rottendorf konnte die Partie etwas beruhigen, ohne jedoch gefährlich vor dem gegnerischen Kasten aufzutauchen. Bis auf einen Distanzschuss von Mathis Böhler, der allerdings zu mittig geriet, und zwei Flanken, die keinen Abnehmer fanden, konnte der TSV keine Möglichkeiten verzeichnen. Es war hingegen Großheubach, das in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit um ein Haar den Führungstreffer erzielt hätte. Nach einem langen Ball auf der linken Seite kam ein Stürmer aus circa zehn Metern halblinker Position frei zum Schuss, setzte das Leder aber an die Latte. Mit diesem äußerst schmeichelhaften Remis ging es in die Pause.

Rottendorf brachte zur zweiten Halbzeit Armin Lilli für Luis Ganz und konnte nach einer sicherlich etwas intensiveren Pausenansprache das Match ausgeglichener gestalten und tatsächlich mit der ersten ernstzunehmenden Offensivaktion zuschlagen. In der 65. Minute lupfte Moritz Schubert den Ball auf den im Strafraum lauernden Böhler, der das Spielgerät festmachte, sich um seinen Gegenspieler drehte und aus zehn Metern ins linke Eck vollendete. Im Anschluss kam Paul Schulz für Benny Streit um das Angriffsspiel zu beleben. Nur zwei Zeigerumdrehungen später jedoch fiel die rechte Abwehrseite um Sebastian Hackenberg in einen Sekundenschlaf und ermöglichte den Gastgebern den schnellen Ausgleich. Ein Freistoß vor dem Strafraum wurde durch die Schnittstelle der Rottendorfer Abwehr gesteckt, von wo ein Großheubacher unbedrängt bis zur Grundlinie dribbeln und den Ball auf den nachgerückten Capanoglu zurücklegen konnte, der keine Mühe hatte, das Leder aus fünf Metern über die Linie zu drücken. Die Coaches brachten kurz danach Eiricksson für den bereits verwarnten Tom Reiner und der TSV schaffte es tatsächlich auch seine zweite Chance zu verwerten. Matthias Richter hatte im gegnerischen Sechzehner die Kugel erobert und scharf auf Schulz zurückgelegt. Dieser reagierte gedankenschnell und beförderte den Ball ins lange Eck – eine entscheidende Einwechslung des Trainerduos. Den Gastgebern schien damit endgültig der Stecker gezogen zu sein, da sie sich zwar weiterhin bemühten, Druck auf die Gästeabwehr auszuüben, aber in der Endphase auf eine deutlich wachere und konzentriertere Rottendorfer Abwehr trafen. Thomas Melber (für Nik Hofrichter) und Sebastian Mainka (für Robin Busch) halfen in der Restspielzeit den Vorsprung über die Zeit zu bringen und einen weiteren Erfolg nach der Winterpause einzutüten.

Mit diesem Dreier hat der TSV nun den Vorsprung auf die Relegationsplätze auf elf Punkte ausgebaut und kann dem Rest der Saison jetzt etwas entspannter entgegenschauen. Am kommenden Sonntag empfängt man mit dem TSV Eisingen einen heißen Aufstiegskandidaten, dem man sicherlich mit dem nötigen Respekt, aber auch mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen begegnen wird.

Andreas Schubert