Fußball: Ergebnisse und Tabellen

Fußball: Erfolgsserie hält an – Chancenwucher macht 1:0 Sieg gegen Keilberg unnötig spannend

Fußball: Erfolgsserie hält an – Chancenwucher macht 1:0 Sieg gegen Keilberg unnötig spannend

TSV Rottendorf - TSV Keilberg 1:0 (1:0)

Mit einem unter dem Strich hochverdienten Sieg endete am vergangenen Sonntag das Heimspiel des TSV Rottendorf gegen den abstiegsbedrohten TSV Keilberg. Dennoch musste die Heimelf in den Schlussminuten noch um die drei Punkte zittern, hatte man doch mit dem Auslassen sehr guter Möglichkeiten die Gäste im Spiel gehalten. Doch wieder einmal konnte sich die Gröschl/Siedler-Elf auf die nun mit beste Abwehr der Bezirksliga verlassen und zum fünften Mal in Folge ungeschlagen vom Rasen gehen.

Das Trainerduo stellte im Vergleich zum Auswärtssieg nur einmal um, für den auf Skikurs weilenden Kapitän Nico Schubert übernahm dessen Bruder die Rolle im zentralen Mittelfeld und als Spielführer. Die Anfangsphase war von einem gegenseitigen Abtasten geprägt, wobei es die Heimelf mehr über Kombinationsfußball probierte, während die Gäste es mit langen Bällen versuchten. Der TSV agierte bisweilen zu hektisch und spielte zu früh den schwierigen Pass in die Spitze, was zu schnellen Ballverlusten führte. So überraschte es nicht, dass Keilberg die erste Möglichkeit zu verzeichnen hatte und in der 22. Minute fast in Führung gegangen wäre. Ein unbedrängter Kopfball aus kurzer Distanz verfehlte den Rottendorfer Kasten nur äußerst knapp. Dies schien ein Weckruf für die Heimelf gewesen zu sein, die nun deutlich konzentrierter und zielstrebiger zu Werke ging. In der 25. Minute wurde ein langer Ball von Tom Reiner von Robin Busch direkt auf Matthias Richter weitergeleitet, dessen Abschluss von der Strafraumgrenze geriet jedoch zu schwach. Wenige Minuten später hingegen schlug Rottendorf zu. Mathis Böhler hatte Richter mit einem präzisen Zuspiel in die Spitze freigespielt und dieser setzte sich gegen seinen Verteidiger durch und schob die Kugel zur 1:0 Führung ins rechte Eck (33.). Nur fünf Zeigerumdrehungen danach bot sich Richter nach feinem Steckpass von Nik Hofrichter eine vergleichbare Großchance, jedoch scheiterte er diesmal am Gästekeeper. Noch vor der Pause hätte der TSV den Sack zu machen können, ja müssen, als Simeon Stellflug und wieder Richter nach feinen Steckpässen von Moritz Schubert alleine auf das Tor stürmten, aber Probleme hatten das Spielgerät auf zunehmend schwieriger zu bespielendem Geläuf im gegnerischen Tor unter zu bringen und dieses knapp verfehlten. Mit einer viel zu knappen Führung ging es in die Pause.

In der Anfangsviertelstunde des zweiten Abschnitts waren keine nennenswerten Abschlüsse zu verzeichnen und der TSV begann frische Kräfte einzuwechseln, da der tiefe Rasen viel Kraft kostete. Nach einer guten Stunde kamen Jannik Fischer für den leicht angeschlagenen Armin Lilli, der wieder einmal defensiv unheimlich viel gearbeitet hatte, und Luis Ganz für den ebenfalls leicht verletzten Reiner. Die Gäste öffneten zu diesem Zeitpunkt zunehmend die Abwehr und drängten auf den Ausgleich. Und in der 68. Minute wäre dieser fast geglückt. Nach einem misslungenen Kopfball-Abwehrversuch landete das Leder bei einem Keilberger Stürmer in der rechten Strafraumhälfte, von wo dieser sofort abzog, aber am toll reagierenden Pascal Krämer scheiterte. Der abgewehrte Ball trudelte in den Rottendorfer Fünfer, wo ein Gästespieler die Kugel einschieben wollte, jedoch in letzter Sekunde von Ganz geblockt wurde und den Ball über die Latte setzte. Der TSV war in dieser Phase in die Defensive gedrängt, löste sich aber immer wieder mit schnellen Kontern. Eine Viertelstunde vor Ende der Partie hatte wieder Richter nach Pass von Schubert die Vorentscheidung auf dem Fuß, war jedoch erneut zweiter Sieger gegen den heraus geeilten Keilberger Torhüter. Und nur Minuten später war es Fischer, der gleich zweimal frei zum Abschluss kam, aber ebenso den Deckel nicht zumachen konnte. Die Gäste schienen ihr Pulver verschossen zu haben, als es in der 93. Minute noch einmal brenzlig wurde, doch diesmal war es Abwehrchef Niklas Fritzler, der im letzten Moment klärte. Mit Benny Streit (für Böhler), Paul Schulz, der zuvor die 2. Mannschaft mit zwei Treffern zum Sieg geführt hatte (für Richter) und Thomas Melber (für Stellflug) hatte der TSV zu diesem Zeitpunkt sein Wechselkontingent ausgeschöpft.

Am kommenden Sonntag geht es zu einem schweren Auswärtsspiel nach Hösbach, das immer noch im Aufstiegsrennen ist. Der TSV hat sich mit den letzten zwei Siegen nun schon ein 10-Punkte Polster auf den Relegationsplatz erarbeitet und fährt sicherlich nicht chancenlos an den Untermain.

Andreas Schubert