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Fußball: Gebrauchter Tag in Hösbach – TSV verliert Spiel und Kapitän Schubert

Fußball: Gebrauchter Tag in Hösbach – TSV verliert Spiel und Kapitän Schubert

SpVgg Hösbach-Bahnhof - TSV Rottendorf 2:1 (1:0)

„Same procedure as every year“ – so könnte man frei nach dem Motto der Silvester Sendung Dinner for One die Bezirksliga-Partie des TSV Rottendorf bei der SpVgg Hösbach-Bahnhof charakterisieren, denn zum wiederholten Male musste man sich trotz großen Aufwandes auf einem extrem schwierig zu bespielenden Platz mit leeren Händen auf die Rückreise machen. Doch nicht nur die Niederlage nach einer wochenlangen Serie mit Punktgewinnen tat weh, sondern auch die Tatsache, dass man in den nächsten Wochen auf Kapitän Nico Schubert verzichten muss, der mit einer Sprunggelenksverletzung bereits in der 31. Minute das Feld verlassen musste.

Die Anfangsphase zeigte jedem Zuschauer, der in der Hoffnung auf ein gepflegtes Bezirksliga-Match gekommen war, schonungslos auf, was an diesem Sonntagnachmittag auf dem Spielplan stand. Die noch um den Aufstieg kämpfenden Gastgeber hatten ein Passspiel komplett im Werkzeugkasten gelassen und beförderten nahezu jeden Ball, der in ihrer Hälfte landete, postwendend mit einem langen Schlag Richtung Rottendorfer Tor, wo sie mit einem sehr schnellen Außenstürmer und Topscorer Patrick Schneider zwei gefährliche Abnehmer hatten und für die ersten brenzligen Situationen sorgten. In der 5. Minute konnte Sebastian Hackenberg das Leder noch kurz vor der Linie wegköpfen, doch mit der anschließenden Ecke schlug die Spvgg eiskalt zu. Der hoch herein geschlagene Ball wurde an die Strafraumgrenze abgewehrt, wo ein Hösbacher Spieler die Kugel sofort wieder Richtung Kasten beförderte. Diese landete dann auch noch bei seinem Mitspieler Manuel Sittlinger, der aus wenigen Metern keine Mühe hatte einzunetzen, nachdem Torhüter Pascal Krämer zuvor unglücklich weggerutscht war. Der TSV brauchte eine gute Viertelstunde, bevor er mit einem Weitschuss von Moritz Schubert das erste offensive Lebenszeichen von sich gab. Gefährlicher blieben jedoch die Gastgeber und nach einem Ballverlust in der 24. Minute rettete Niklas Fritzler mit einer beherzten Grätsche den TSV aus der daraus entstandenen Gefahrensituation. Der größere Schock ereilte die Gröschl-Elf jedoch nach einer halben Stunde, als Kapitän Schubert bei einem Kopfballduell unterlaufen wurde und ihm sein Gegner bei der Landung auch noch ins Bein fiel. Nach längerer Behandlung konnte er nur mit Hilfe seiner Mannschaftskameraden das Spielfeld verlassen und sich auf den Weg in die Uniklinik Würzburg machen. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Benny Streit kam somit schon früh zu einem Einsatz. Und um ein Haar hätte Hösbach in der Nachspielzeit der ersten Hälfte fast noch das 2:0 erzielt, scheiterte aber aus kurzer Distanz am hervorragend reagierenden Krämer. Mit diesem ernüchternden Ergebnis ging es in die Pause.

Der Wiederbeginn machte dann hingegen Hoffnung auf eine glückliche Wende. Mathis Böhler hatte den Ball über die ansonsten bärenstarke Kette der Bahnhöfer auf Moritz Schubert gelupft, der diesen im letzten Moment über den herausgeeilten Keeper hob, bevor er von diesem abgeräumt wurde. Trotz eines energischen Abwehrversuchs auf der Linie trudelte das Leder ins Netz (46.). Dies gab deutlich Auftrieb und so konnte der TSV die Partie ausgeglichen gestalten. Als in der 67. Minute dann auch noch ein Hösbacher Akteur nach hartem Einsteigen gegen Krämer für zehn Minuten des Feldes verwiesen wurde keimte sogar die Hoffnung auf einen Auswärtssieg auf. Diese löst sich jedoch nach nur zwei Minuten in Luft auf. Ein erneut langer Ball der Gastgeber landete bei Schneider, der sich auf der linken Grundlinie bis vor das Tor durchtankte und von dort auf den mit aufgerückten Fabian Bohn zurücklegte, der keine Mühe hatte aus wenigen Metern einzuschieben. Coach Gröschl hatte zu diesem Zeitpunkt Luis Ganz für Böhler gebracht und wechselte in der Endphase mit Thomas Melber (für Nik Hofrichter) und Luca Wegmann (für Armin Lilli) die letzten verbliebenen Bankspieler ein. Bis auf einen zu hoch geratenen Kopfball von Fritzler sorgte der TSV jedoch für keine weitere Gefahr vor dem Tor der SpVgg. Coach Gröschl fand zurecht unmittelbar nach der Partie trotz des Ergebnisses lobende Worte für die nie aufsteckende Mannschaft, die in einem Match, in dem Fußball spielen in den Hintergrund geriet, alles gegeben hatte.

So schmerzt natürlich nicht nur die Niederlage, sondern eine weitere Verletzung eines Schlüsselspielers und man kann nur hoffen, dass bis zum nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die Reserve des Bayernligisten Würzburger FV einige Spieler in den bisher relativ großen Kader zurückkehren.

Andreas Schubert

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