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Fußball: Gelungener Auftakt nach der Winterpause – TSV gewinnt in Lohr

Fußball: Gelungener Auftakt nach der Winterpause – TSV gewinnt in Lohr

TSV Lohr - TSV Rottendorf 0:2 (0:1)

Ein überzeugender und letztendlich auch verdienter Erfolg gelang der Bezirksliga-Mannschaft des TSV Rottendorf beim Namensvetter aus Lohr. Auf schwer bespielbarem Geläuf nahm die Gröschl/Siedler Elf von Anfang an die schweren Bedingungen an und wusste vor allem auch kämpferisch voll zu überzeugen. Mit einem bis auf den noch verletzt fehlenden Lars Weyer kompletten Kader konnte das Trainer-Duo aus dem Vollen schöpfen und brachte mit dem in der Winterpause aus der Nähe von Sigmaringen zum TSV gestoßenen Matthias Richter gleich einen Neuzugang in die Startformation. Moritz Schubert blieb diesmal zuerst auf der Bank.

Die Anfangsminuten waren von gegenseitigem Abtasten und Gewöhnen an einen äußerst holprigen Platz geprägt, doch schon in dieser frühen Phase konnte man erkennen, dass Rottendorf eine spielerische Lösung versuchte, während die Gastgeber vor allem mit langen Bällen auf ihren pfeilschnellen Zielspieler Iyore operierten. Bereits nach elf Minuten musste der angeschlagene Arni Eiricksson allerdings vom Feld und wurde durch den zweiten Winterneuzugang Tom Reiner aus Schwarzach ersetzt. In der 13. Minute verhalf der TSV jedoch durch einen Fehlpass im Spielaufbau Lohr zu seiner ersten Großchance. Ein Stürmer kam aus gut 12 Metern halblinks frei zum Abschluss, scheiterte aber an einer tollen Parade von Pascal Krämer. Und nur wenige Minuten später bot sich der Spessart-Elf eine weitere Möglichkeit, die jedoch auch vom wieder einmal starken Rottendorfer Schlussmann entschärft wurde. Mit der ersten gefährlichen Angriffsaktion schlug der TSV dann aber zu. Simeon Stellflug attackierte in der 32. Minute seinen ballführenden Gegenspieler in dessen Strafraum energisch und eroberte den Ball. Auf dem Weg Richtung Tor wurde er von diesem zu Fall gebracht – der Schiedsrichter entschied sofort auf Strafstoß. Kapitän Nico Schubert ließ sich diese Chance nicht entgehen und platzierte die Kugel unhaltbar ins rechte Eck. Und nur wenige Minuten danach lag die 2:0 Führung in der Luft, doch zuerst scheiterte Armin Lilli am Lohrer Keeper und Mathis Böhler setzte den Nachschuss über den Kasten. Mit dieser knappen und zu diesem Zeitpunkt etwas glücklichen Führung ging es dann in die dringend nötige Pause, hatte doch nach wochenlanger Vorbereitung auf Kunstrasenplätzen das erste Match auf relativ weichem Naturrasen viel Kraft gekostet.

Lohr eröffnete den zweiten Spielabschnitt mit viel Druck, kam aber zu keiner ganz klaren Torchance. Im Gegenteil – es war erneut Rottendorf, das nach einer schönen Kombination auf 2:0 erhöhte. Mathis Böhler war mit einer Kopfballverlängerung auf der linken Seite freigespielt worden und kam ungehindert zum Flanken. Diese schlug er ganz clever nicht flach – auf diesem Rasen ein reines Lotteriespiel – sondern scharf und halbhoch vor das Tor, wo Armin Lilli die Kugel volley nahm und mit Überzeugung neben dem Pfosten in die Maschen bugsierte. Die Gastgeber warfen nun alles nach vorne, kamen jedoch bis auf einen Kopfball-Lattentreffer kurz nach dem Rottendorfer 2:0 zu keiner weiteren nennenswerten Möglichkeit. Nach einer guten Stunde brachte der TSV mit Luis Ganz (für Lilli), Moritz Schubert (für Böhler) und Jannik Fischer (für Niklas Fritzler) frische Kräfte, die halfen, das Match weitestgehend zu kontrollieren. Fischer wäre sieben Minuten vor Schluss fast noch das 3:0 geglückt, als er nach einem Solo auf dem linken Flügel auf den Lohrer Torhüter zu dribbelte, aber seinen Abschluss an den rechten Innenpfosten setzte. Paul Schulz ersetzte kurz vor Ende der Partie den immens laufstarken Richter, wobei man jedoch hervorheben muss, dass alle TSV Spieler an diesem Tag äußerst einsatzfreudig, diszipliniert und laufstark auftraten. Vor allem der Mittelblock mit Stellflug-Richter- Nico Schubert arbeitete unermüdlich gegen den Ball.

Mit diesem Erfolg im Rücken empfängt der TSV am kommenden Sonntag den TSV Keilberg zum ersten Heimspiel 2025 am Grasholz und sollte mit einer vergleichbaren Leistung auf sicherlich nicht perfektem Untergrund (wobei man aber bewiesen hat, dass man das auch kann) weitere Punkte zum vorzeitigem Klassenerhalt einfahren.

Andreas Schubert

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