TSV Rottendorf - SV Spfrd Sailauf 1:0
Von Abschied nehmen war der letzte Heimspieltag der Bezirksliga-Mannschaft des TSV Rottendorf geprägt. So wurden vor der Partie gegen den bereits feststehenden Absteiger aus dem Landkreis Aschaffenburg zahlreiche Akteure und auch Trainer Manuel Gröschl von Abteilungsleiter Theo Issing und Kapitän Nico Schubert verabschiedet.
Mit Lars Weyer, Jannik Fischer, Thomas Melber, Benny Streit und Sebastian Mainka verlassen gleich fünf Spieler den Verein, den einige über viele Jahre und sogar seit der Jugend mitgeprägt hatten. Vor allem der scheidende Trainer hatte großen Anteil an den Erfolgen der vergangenen Spielzeiten, die durch drei Pokalfinalteilnahmen und zwei Saisons Landesliga äußerst erfolgreichen waren. Als neuen Trainer begrüßt der TSV einen alten Bekannten und ein Eigengewächs des Vereins, den ehemaligen A-Jugend Trainer Jens Eiring.
Vielleicht wegen der Tatsache, dass es für beide Teams um nichts mehr ging oder auch aufgrund der sommerlichen Temperaturen, boten beide Mannschaften den Zuschauern nur laue Bezirksligakost. Thomas Melber führte seine Farben in seinem letzten Heimspiel als Kapitän auf das Feld und auch Benny Streit und Sebastian Mainka standen in der Startelf. Die Gäste spielten, wie schon seit Wochen, befreit auf und ließen den Ball teils recht gefällig in den eigenen Reihen wandern, während der TSV Mühe hatte ins Spiel zu finden. So erspielten sich die Gäste mehr Tormöglichkeiten und hätte Torhüter Pascal Krämer in der 26. Minute gegen einen allein auf ihn zustürmenden Sailaufer nicht so hervorragend reagiert (Tom Reiner musste zudem noch den Nachschuss von der Linie kratzen), wäre die Heimelf nicht unverdient in Rückstand geraten. Der TSV kam in der ersten Halbzeit hingegen nur zu einigen Halbchancen durch Benny Streit, Moritz Schubert und Matthias Richter. Mit einem torlosen 0:0 begaben sich beide Teams in die Pause.
Das Trainerteam Gröschl/Siedler brachte zu Beginn des zweiten Spielabschnitts mit Nik Hofrichter (für Streit), Simeon Stellflug (für Melber) und Paul Schulz (für Mathis Böhler) gleich drei frische Kräfte und tatsächlich konnte man nun endlich mehr Druck ausüben und mit der ersten großen Möglichkeit in Führung gehen. In der 54. Minute schlug Robin Busch vom rechten Flügel einen Ball scharf Richtung langer Pfosten - wobei Mainka noch gedankenschnell zur Seite sprang - , von welchem die Kugel in den Kasten trudelte. Mit diesem Treffer zog Busch mit nun fünf Toren mit Niklas Fritzler und Moritz Schubert in der internen Torschützenliste gleichauf auf Platz eins. Keine zehn Minuten danach bediente Schulz seinen Sturmkameraden Richter mit einem feinen Pass, doch dessen Abschluss aus 16 Metern strich knapp am Sailaufer Gehäuse vorbei. In der 67. Minute bot sich dann jedoch den Gästen die große Chance zum Ausgleich und die Belohnung für ihre Bemühungen, als Krämer bei einem Dribbling im eigenen Fünfer den Ball verlor und nur mit einem Foul den Ausgleich verhindern konnte. Der fällige Elfmeter klatschte gegen den linken Pfosten. Kurz darauf erschöpfte der TSV mit den Einwechslungen von Arni Eiriksson (für Schubert) und Luca Wegmann (für Reiner) sein Wechselkontingent, hatte aber bis auf einen Distanzschuss von Schulz keine wirklich gefährliche Aktion mehr zu verzeichnen. Ganz im Gegenteil – die Sportfreunde Sailauf hätten um ein Haar in der Nachspielzeit noch den verdienten Ausgleich erzielt, doch im Gegensatz zu Buschs Treffer landete ein ähnlich vor das Tor geschlagener Ball nur am Pfosten.
Mit diesem Sieg verabschiedete sich der TSV für diese Spielzeit von seinem Heimpublikum und reist am kommenden Freitag zum letzten Saisonspiel zu VatanSpor Aschaffenburg, die sich mit einem Sieg noch in die Abstiegsrelegation retten können.
Andreas Schubert
