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Fußball: Kantersieg beim Aufsteiger – TSV siegt 7:1 in Elsenfeld
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Fußball: Kantersieg beim Aufsteiger – TSV siegt 7:1 in Elsenfeld

Elsava Elsenfeld - TSV Rottendorf 1:7 (0:2)

Mit einem nie gefährdeten Auswärtssieg bei der Elsava Elsenfeld kehrte die Bezirksliga-Elf des TSV Rottendorf am vergangenen Samstag vom Untermain zurück. Das Eiring-Team war seinem Gegner in allen Belangen überlegen und hätte sogar noch höher gewinnen können, ja müssen.

Im Vergleich zur unglücklichen Niederlage gegen Pflaumheim am voraus gegangenen Spieltag musste das Team auf drei Positionen verändert werden. In der Abwehr ersetzte Til Heilke den angeschlagenen Niklas Fritzler als Innenverteidiger, Andreas Freimann als Außenverteidiger den verhinderten Sebastian Hackenberg und Kapitän Nico Schubert übernahm für den urlaubenden Simeon Stellflug wieder seine angestammte Position im Mittelfeld.

Schon nach vier Minuten gelang Rottendorf der erhoffte Traumstart. Robin Busch schlug vom rechten Flügel eine Flanke an den Sechzehner, die Paul Schulz mit dem Kopf auf Nico Schubert weiter leitete, der die Kugel aus ca. zehn Metern halbrechts im langen Eck versenkte. Und fast im Minutentakt erspielte sich der TSV gegen einen tief stehenden Gastgeber weitere Großchancen. So kamen allein in den zehn Minuten nach der Führung Mathis Böhler, Moritz Schubert und dessen Bruder zu hochkarätigen Abschlüssen, scheiterten jedoch am Keeper oder verfehlten das Tor nur knapp. Erst in der 14. Minute gab Elsenfeld mit einem Distanzschuss über den Kasten ein erstes Lebenszeichen von sich und hätte nur kurze Zeit später nach einem Rottendorfer Ballverlust in der Abwehr ausgleichen können, wenn dies nicht der wiederum bestens aufgelegte Pascal Krämer mit einer tollen Parade verhindert hätte. In der Folgezeit übernahm der TSV erneut die Kontrolle über das Match und hatte durch Paul Schulz drei absolute Hochkaräter auf dem Fuß, doch vor allem in dieser Phase klebte dem Rottendorfer Torjäger noch das Pech an den Stiefeln. In der 38. Minute hatte dann die Elsava wie aus dem Nichts erneut die Riesenmöglichkeit nach einem Konter auf Remis zu stellen, scheiterte aber erneut an Krämer. Rottendorf machte es nur kurz darauf deutlich besser. Nachdem sich die Schubert-Brüder mit einem Traum-Doppelpass in den Strafraum kombiniert hatten, legte Moritz quer auf Robin Busch, der keine Mühe hatte aus kurzer Distanz das Leder in das rechte Eck zur hochverdienten 2:0 Führung zu schieben (41.). Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.

Nach Wiederanpfiff riss Rottendorf sofort die Spielkontrolle an sich und drängte vehement auf ein wohl vorentscheidendes 3:0 gegen weiterhin recht passive Elsenfelder. In der 51. Spielminute platzierte Nico Schubert noch einen Kracher an den rechten Pfosten, doch nur zwei Zeigerumdrehungen darauf machte Busch dann endgültig den Deckel drauf. Moritz Schubert hatte mit einem präzisen Diagonalball Böhler auf dem linken Flügel in Szene gesetzt, welcher bis an die Grundline dribbelte und von dort Busch mit einem genauen Zuspiel bediente, dass dieser aus fünf Metern nur noch über die Linie drücken musste (53.). Doppelpacker Busch hätte nur sechzig Sekunden später einen Dreier schnüren können, war aber nur zweiter Sieger gegen den gut reagierenden Torhüter. Dieser machte allerdings in der 61. Minute eine recht unglückliche Figur, als er bei einem Klärungsversuch eine Kerze produzierte, die Nico Schubert dankend annahm, und aus zehn Metern halbrechts humorlos in die Maschen setzte. Nach diesem Treffer begann Coach Eiring mit den ersten Wechseln und brachte Luca Wegmann für Freimann und Moritz Schubert wurde durch Arni Eiriksson ersetzt. Letztgenannter trug sich dann in der 73. Minute in die Scorerliste ein, als er Schulz mit einem feinen Steckpass frei spielte und dieser endlich sein längst überfälliges Tor erzielte. Zwei Minuten darauf kam die Elsava dann doch noch zu ihrem Ehrentreffer, als ein langer Freistoß von der TSV-Abwehr zu kurz abgewehrt wurde und einem Elsenfelder Stürmer vor die Füße fiel, der aus kurzer Distanz einschob. Nach diesem Torerfolg kam dann noch Nachwuchsspieler Julian Brohm für Nico Schubert. Kurz zuvor waren Tahar Hadj Ali für Tom Reiner und Armin Lilli für Busch gekommen. Rottendorf zeigte sich trotz der hohen Führung weiterhin torhungrig und schaltete nicht in den Verwaltungsmodus. In der 86. Minute schlug Böhler von der linken Seite einen Freistoß scharf vor das Tor, wo Lilli mit seinem Kopfball aus kurzer Entfernung zunächst noch am hervorragend reagierenden Keeper scheiterte, den Nachschuss dann aber über die Linie zum 6:1 drückte. Den Schlusspunkt unter den Torreigen setzte dann in der 2. Minute der Nachspielzeit Eiriksson, als er nach einem Konter über Brohm und Marius Wiederer von Letzterem bedient wurde und aus vierzehn Metern den Ball rechts unten versenkte.

Mit diesem 7:1 gelang dem TSV einer seiner höchsten Auswärtssiege in der Bezirksliga (nur durch ein 7:0 in Karlstadt im Jahr 2019 getoppt) und lässt für das nächste Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die Reserve der Würzburger FV hoffen, die aber gewiss auf deutlich höherem Niveau agieren und größeren Widerstand leisten wird.

Andreas Scuhubert