TSV Rottendorf – TSV Eisingen 0:1 (0:0)
In einem ausgeglichenen und chancenarmen Derby entschied ein Strafstoß die Partie zugunsten des Tabellenzweiten. Es waren jedoch die zahlreichen Verletzungen, die für eine getrübte Stimmung auf Seiten der Hausherren sorgten.
Gleich zu Beginn der Begegnung gab es den ersten Aufreger. Moritz Schubert spielte direkt nach dem Anstoß einen langen Ball in die Spitze, wo Eisingens Torhüter die Kugel an der linken Strafraumkante mit den Händen abwehrte und sich dabei möglicherweise knapp außerhalb des Sechzehners befand. Der Unparteiische ließ die knifflige Szene allerdings weiterlaufen und sah den Keeper noch im erlaubten Bereich. In der Folge entwickelte sich eine umkämpfte und phasenweise hektische Begegnung, in der beide Teams nur selten zu nennenswerten Gelegenheiten kamen. Ein Eckstoß, der sich tückisch auf die lange Torecke senkte (10.), sowie ein Flachschuss im Sechzehner (12.), sorgten für die beiden besten Chancen der Gäste. TSV-Keeper Pascal Krämer wehrte beide Versuche jedoch gekonnt ab. Auf der Gegenseite war es Mathis Böhler, dem sich die beste Möglichkeit für die Gastgeber bot. Nach Kopfballverlängerung von Moritz Schubert, zog der Angreifer in den Sechzehner und schloss ab, doch sein Schuss wurde in letzter Sekunde entscheidend geblockt (14.). Wenig später musste das Trainergespann Gröschl/Siedler bereits zwei verletzungsbedingte Wechsel vollziehen. Luis Ganz verletzte sich am Sprunglenk und wurde durch Jannik Fischer ersetzt (22.) und kurz darauf humpelte auch Innenverteidiger Tom Reiner mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld. Für ihn kam Simeon Stellflug in die Partie. Damit nicht genug, musste in der Halbzeitpause auch Mathis Böhler angeschlagen in der Kabine bleiben (ebenfalls Oberschenkelprobleme). Paul Schulz übernahm daraufhin seine Position.
In der zweiten Hälfte änderte sich wenig am ausgeglichenen Spielgeschehen. Eisingen hatte zwar mehr Spielanteile zu verbuchen und bemühte sich um den Führungstreffer, doch auch weiterhin kamen die Gäste nur selten gefährlich vor das Tor. Eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff zog ein Spieler der Gäste von links in den Sechzehner und kam im Zweikampf mit Simeon Stellflug zu Fall. Der Elfmeterpfiff blieb in dieser strittigen Szene jedoch aus, folgte dafür aber nur wenige Minuten später. Nach Doppelpass auf dem linken Flügel, lief Armin Lilli seinem Gegenspieler in die Hacken und ließ dem Schiedsrichter diesmal keine Wahl. Mario Christ verwandelte schließlich souverän zum 0:1 (67.). Wiederum nur wenige Minuten später zeigte der Referee, nach einem Einsteigen von Simeon Stellflug im Strafraum, zunächst erneut auf den Punkt, wurde vom aufmerksamen Linienrichter jedoch überstimmt, da dieser zuvor ein Foul an Niklas Fritzler wahrgenommen hatte (75.). Dabei verletzte sich auch der Abwehrchef des TSV unglücklich am Knie und musste fortan durch Manuel Zoller ersetzt werden. Diesem bot sich wenig später, nach einer abgewehrten Flanke, eine große Gelegenheit zum Ausgleich, doch die Direktabnahme des völlig freistehenden Einwechselspielers, flog aus kurzer Distanz deutlich über die Querlatte (79.). Der TSV witterte nun seine Gelegenheit auf einen Punktgewinn, während Eisingen den knappen Vorsprung mit allen Mitteln verteidigen wollte. Somit entwickelte sich eine hektische Schlussphase, in der beide Teams einen Hochkaräter in der Nachspielzeit ungenutzt ließen. Nach einem feinen Eisinger Konter über links und einem Abschluss nahe des Elfmeterpunktes, war Pascal Krämer bereits geschlagen, doch Manuel Zoller klärte artistisch vor der Linie. Auf der anderen Seite kam Jannik Fischer, nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, am Fünfmetereck völlig frei zum Abschluss, doch Eisingens Schlussmann wehrte seinen Versuch sehenswert ab und sicherte seinen Vorderleuten somit die drei Punkte.
Am kommenden Wochenende gastiert der TSV beim Tabellenführer Birkenfeld, im Vordergrund steht jedoch die baldige Genesung der zahlreichen Verletzten.
Fabian Heß
