TSV Rottendorf - SSV Kitzingen 0:0
Mit einem unter dem Strich völlig verdienten Remis trennte sich der TSV Rottendorf am vergangenen Sonntag in einem chancenarmen Derby von den Siedlern aus Kitzingen. Wieder kennzeichnete das Spiel der Heimelf eine absolut überzeugende Defensivleistung und ein alles in allem harmloses Offensivspiel. Auf sehr schwer zu bespielendem Geläuf gelang es beiden Teams nur selten ein sicheres Passspiel aufzuziehen und so war die Partie von vielen intensiven, aber größtenteils fairen Zweikämpfen geprägt.
Für den ersten Aufreger sorgte der TSV selbst, als in der 7. Minute der dieses Mal für Pascal Krämer im Tor stehende Leon Schultheiß etwas zu lange mit dem Abspiel wartete und von einem Kitzinger Angreifer dynamisch angelaufen wurde. Dieser blockte den Ball glücklicherweise knapp neben das Tor ins Aus. In den Folgeminuten hatte die Heimelf zwar mehr Ballbesitz, konnte aber gegen hoch anlaufende Gäste das Spielgerät nur selten in die Nähe des Kitzinger Strafraums befördern. So kam es immer wieder zu Ballverlusten, - natürlich auch dem tiefen und unebenen Platz geschuldet -, die die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste immer wieder in Ballbesitz brachte, die zu Kontern über ihre schnellen Stürmer führte. So rutschte in der 23. Minute der ansonsten sichere Niklas Fritzler so unglücklich aus, dass Gästestürmer Schmidtbauer frei auf Schultheiß zulief, den Ball aber am Kasten vorbeischob. Und nur kurze Zeit später lupfte der sehr agile Rüdinger die Kugel von der Strafraumgrenze deutlich über das Tor. Die erste gelungene Angriffsaktion des TSV sollte dann in der 27. Minute gleich die gefährlichste des ganzen Matches werden. Nik Hofrichter war auf der linken Angriffsseite mit einem feinen Steckpass im Sechzehner freigespielt worden und lief frei auf den Gästekeeper zu, scheiterte aber aus kurzer Distanz an einer tollen Parade von Michael Kuemmel. Bis zur Pause neutralisierten sich beide Teams weitgehend, bevor Nico Schubert kurz vor dem Halbzeitpfiff noch einmal mit einem Freistoß aufhorchen ließ. Seinen scharf in Richtung langer Pfosten gespielten Ball verfehlte Paul Schulz jedoch um Haaresbreite.
Die Anfangsviertelstunde des zweiten Spielabschnitts, jetzt mit Armin Lilli für Hofrichter und Lars Weyer für Eiriksson, erinnerte an die erste Halbzeit, denn es waren wiederum die Siedler, die die erste Chance zur Führung hatten. Erneut war es der bis dato von Fritzler sicher kontrollierte Schmidtbauer, der bei einem Gegenstoß enteilt war, die Kugel aber nur mit der Fußspitze erreichte und an Schultheiß scheiterte. Das erste TSV Ausrufezeichen sahen die zahlreichen Zuschauer fünf Minuten später, als Nico Schubert sich an der rechten Grundlinie gegen zwei Verteidiger durchgesetzt hatte und den Ball von dort auf Schulz zurücklegte. Dieser setzte das Leder aus vierzehn Metern jedoch knapp am Tor vorbei. Als alles schon auf eine Nullnummer hindeutete waren es dann doch wieder die Gäste, die für Aufregung im Rottendorfer Strafraum sorgten. Der pfeilschnelle Kitzinger Außenstürmer Jakob Wehr war nach einem TSV Ballverlust auf der rechten Außenbahn steil geschickt worden und drang ungehindert in den Sechzehner ein. Dort passte er den Ball scharf auf den nachgerückten Rüdinger, der die Kugel im Grätschen nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei platzierte. Das hätte eine bittere Heimpleite für den TSV bedeuten können.
So trennte man sich letztendlich mit einem verdienten Unentschieden vom SSV Kitzingen, der damit den Zwei-Punkte Rückstand auf den TSV hielt, und sollte am nächsten Wochenende beim TSV Pflaumheim tunlichst punkten, da auch die Konkurrenz im hinteren Tabellendritten erfolgreich war. Aufbauend auf der seit Monaten starken Abwehr sollte nun endlich auch einmal wieder die sicherlich in der Mannschaft schlummernde Torgefährlichkeit geweckt werden.
Andreas Schubert
