TSV Rottendorf - TSV Lohr 3:0 (0:0)
In einer anspruchsvollen Bezirksliga-Partie, die von vielen rassigen und intensiv geführten Zweikämpfen geprägt war, dominierte die Eiring-Elf ihren Gast aus dem Spessart vor allem im zweiten Spielabschnitt und fuhr den nächsten Dreier in der bis dato recht erfolgreichen Saison ein.
Im Vergleich zur Auswärtspartie in Helmstadt nahm das Trainerduo Eiring/Siedler gleich vier Änderungen in dem heuer sehr ausgeglichenen und tiefen Kader vor und so rückten mit Marius Wiederer für Til Heilke, Simeon Stellflug für Arni Eiriksson, Armin Lilli für Robin Busch und Matthias Richter für Moritz Schubert frische Kräfte in die Startelf.
Die Anfangsphase war – wie eigentlich immer gegen Lohr – von gegenseitigem Abtasten geprägt und es gelang keiner Mannschaft gefährliche Situationen vor dem gegnerischen Tor zu kreieren. Für den ersten Aufreger sorgten die Gäste in der 16. Minute, als ein Stürmer aus zehn Metern halblinker Position frei zum Abschluss kam, den Ball aber gut einen Meter über den Kasten setzte. Erst nach einer halben Stunde erspielte sich der TSV die erste Strafraumaktion, als Sebastian Hackenberg auf der linken Seite Paul Schulz mit einem langen Pass in Szene setzte, dieser jedoch von seinem Verteidiger im letzten Moment geblockt wurde. Und nur kurze Zeit darauf war es wieder Rottendorfs gefährlichster Goalgetter, der diesmal zwar zum Abschluss kam, doch nur das Außennetz traf. Als man schon auf den Pausenpfiff wartete, kamen die Gäste tatsächlich noch einmal zu einer vielversprechenden Aktion. Torhüter Karakurt, der sich immer wieder spektakulär und hochriskant bis an die Mittellinie in das Aufbauspiel einschaltete, schlug einen langen Ball auf einen seiner schnellen Flügelstürmer, welcher aber seinen Heber über den herausgeeilten Krämer deutlich neben den Kasten platzierte. Mit diesem Schreckmoment ging es nach einer äußerst umkämpften Halbzeit, in der den Zuschauern guter und taktisch kluger Fußball geboten wurde, in die Pause.
Zum Wiederanpfiff brachte Rottendorf mit Moritz Schubert für Lilli einen neuen Stürmer, der sich nahtlos der starken Leistung seiner Teamkameraden anpasste. Und in der 56. Minute es gelang dem TSV dann endlich, das bis dahin so solide Bollwerk der Spessartkicker zu knacken und sich für den großen Einsatz zu belohnen. Nach einer Ecke gelangte die Kugel in der rechten Strafraumhälfte auf Kapitän Nico Schubert, der das Leder gedankenschnell vor das Tor flankte, wo Schulz am langen Pfosten sträflich frei zum Kopfball kam, allerdings bei seinem nun 11. Saisontreffer Glück hatte, dass sein zu mittig platzierter Ball vom Keeper in die eigenen Maschen gelenkt wurde. Rottendorf agierte nun immer dominanter und erzielte in der 69. Minute die gefühlte Vorentscheidung. Mathis Böhler wurde nach einer tollen Direktkombination auf dem linken Flügel freigespielt, ließ seinen Verteidiger stehen und legte die Kugel flach auf den nachgerückten Nico Schubert zurück, der nach einer Grätsche das Spielgerät mit der Fußspitze zum 2:0 ins lange Eck beförderte. Im Gegensatz zu den Gästen konnte der TSV mit seinen nun folgenden Wechseln das Niveau halten, während bei Lohr zunehmend die Kräfte schwanden. Heilke ersetzte Tom Reiner, Eiriksson kam für Schulz und Busch tauschte mit Böhler. Von den Gästen ging in der Schlussphase, bis auf ein paar hoch vor das Tor geschlagene Bälle kaum noch Gefahr aus, während sich der TSV weitere Chancen erspielte. So verfehlte Moritz Schubert in der 80. Minute mit einem Distanzschuss nur knapp das Tor und auch Stellflugs Heber kurze Zeit später geriet nur etwas zu flach. Auch ein Kopfball von Moritz Schubert nach einer Ecke zwang den Lohrer Torhüter zu einer Fußabwehr, doch in der 90. Minute leitete Letzterer mit einer Balleroberung an der Mittellinie den Schlusspunkt des Matches ein. Schubert schickte Stellflug auf die Reise Richtung leeres Tor und dieser legte, obwohl in aussichtsreicher Position, den Ball noch einmal quer auf Matthias Richter, der keine Mühe hatte, das Leder zum 3:0 Endstand in den Kasten zu schieben.
Mit diesem klaren Erfolg gegen sicherlich eines der stärkeren Teams in dieser extrem ausgeglichenen Liga unterstreicht der TSV seine Ambitionen auf einen der vorderen Plätze. Sowohl die kämpferische, als auch spielerische Leistung beeindruckte nicht nur das Trainerteam, und so fährt dieMannschaft gewiss mit einigem Selbstvertrauen am kommenden Sonntag zum schweren Auswärtsspiel nach Mömlingen.
Andreas Schubert
