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Fußball: Talfahrt des TSV hält an – Eigentor leitet Niederlage in Unterpleichfeld ein

Fußball: Talfahrt des TSV hält an – Eigentor leitet Niederlage in Unterpleichfeld ein

TSV Unterpleichfeld - TSV Rottendorf 2:0 (0:0)

Wieder einmal bewahrheitete sich eine alte Fußballerweisheit am vergangenen Donnerstag beim Auswärtsderby gegen den Landesligaabsteiger aus Unterpleichfeld: Wenn man unten steht, dann kommt auch noch Pech dazu! Dies musste die in den letzten Wochen arg gebeutelte TSV-Elf am bitteren Leib erfahren. In einem von Rottendorf vor allem defensiv ordentlich geführten Match leitete ein unglückliches Eigentor die vierte Niederlage in Folge und somit den schlechtesten Saisonstart seit Bezirksligazugehörigkeit ein.

Coach Jakob Siedler nahm im Vergleich zum Heimspiel gegen Pflaumheim zwei Veränderungen vor und nominierte Armin Lilli für Robin Busch und Lars Weyer für Sebastian Mainka für die Startelf. Angesichts der noch immer sehr angespannten Personalsituation und der Misserfolge in den letzten Partien setzte man auf vorwiegend lange Bälle auf Paul Schulz und Armin Lilli, die allerdings nur selten für richtige Gefahr im Unterpleichfelder Strafraum sorgten, was zum Großteil der bärenstarken Leistung der beiden Innenverteidiger Hart und Gull geschuldet war. Wie nahe Glück und Pech jedoch beieinander liegen zeigte sich bereits in der 2. Spielminute, als Nico Schubert einen langen Ball auf Lilli spielte, dessen Kopfballheber aber vom Gesicht(!) des Torhüters geblockt und somit eine moralisch so wichtige TSV-Führung verhindert wurde. Ebenso wurde ein schnell von Nico Schubert ausgeführter Freistoß, den Lilli aus kurzer Entfernung versenkte, von Schiedsrichter Kolodeznyi ohne ersichtlichen Grund zurück genommen. Der Rest der ersten Halbzeit war durch längere Ballbesitzphasen der Gastgeber geprägt, ohne dass diese aber zu torgefährlichen Abschlüssen kamen. Rottendorf versuchte es mit weiten Pässen, kam jedoch ebenso zu keiner weiteren Großchance im ersten Spielabschnitt. So war das 0:0 Unentschieden zur Pause durchaus verdient und somit zumindest ein erster Teilerfolg für den TSV.

Die 2. Hälfte sah den TSV Unterpleichfeld mit mehr Druck nach vorne operieren und vor allem Ecken und Standards brachten etwas Gefahr für das von Pascal Krämer souverän gehütete Tor. Coach Siedler hatte zur Pause Sebastian Mainka für den angeschlagenen Thomas Melber gebracht. Wie die 1:0 Führung der Gastgeber in der 60. Minute dann allerdings zu Stande kam war mehr als unglücklich. Ein Unterpleichfelder Stürmer hatte aus 16 Metern halblinks abgezogen und Krämer den tückisch aufsetzenden Ball mit einer tollen Parade zur Seite abgewehrt. In diesen Ball lief der einrückende Innenverteidiger Lars Weyer, von dessen Schienbein die Kugel unhaltbar über die Linie kullerte. Nur sechs Minuten später bot sich aber dann Rottendorf die große Möglichkeit zum Ausgleich, als Armin Lilli alleine auf das Tor der Gastgeber zustürmte, in letzter Sekunde jedoch mit einer fantastischen Grätsche von Verteidiger Hart nahe des Elfmeterpunktes vom Ball getrennt wurde. Diese spektakuläre Aktion schien Unterpleichfeld noch einmal wach zu rütteln, denn sie versuchten nun wieder den Druck zu erhöhen. Ihre Abschlüsse verfehlten aber entweder knapp das Gehäuse oder wurden von Krämer entschärft. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Siedler zusammen mit Manuel Zoller für Benny Streit und Sebastian Hackenberg eingewechselt. Dass die Gastgeber dann kurz vor Schluss (89.) dann auch noch 2:0 in Führung gingen war zwar nicht spielentscheidend, aber dennoch bezeichnend für die aktuell enttäuschende Situation des TSV. Nach einem umstrittenen Zweikampf auf dem linken Flügel konnte ein Unterpleichfelder Spieler ungehindert von der Grundlinie vor das Tor passen, wo Julius Endres keine Mühe hatte den Ball aus fünf Metern zum Endstand einzuschieben.

Am kommenden Sonntag empfängt der TSV mit dem Namensvetter aus Lohr eine spielstarke Mannschaft und hat somit die nächste Chance endlich die ersten Punkte einzufahren.

Andreas Schubert

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