Fußball: Ergebnisse und Tabellen

Fußball: TSV verschläft erste Halbzeit – mageres Unentschieden beim Tabellenletzten

Fußball: TSV verschläft erste Halbzeit – mageres Unentschieden beim Tabellenletzten

SV Sailauf - TSV Rottendorf 1:1 (1:0)

Mit einem unter dem Strich doch enttäuschenden 1:1 Remis in Sailauf kehrten die Bezirksliga-Fußballer des TSV am vergangenen Sonntag nach Rottendorf zurück. Sicherlich hatten sich das Team und natürlich auch die mitgereisten Zuschauer mehr erwartet, hatten die Sportfreunde doch bis zu diesem Spiel nur drei Punkte gewonnen und dabei 48 Gegentore kassiert.

Für das Match gegen Rottendorf wurde nach eigener Aussage jedoch die bisher recht offensive Ausrichtung geändert und eine defensivere Herangehensweise gewählt. Und bereits nach neun Minuten stand nicht nur die Null für die Gastgeber, man war sogar in Führung gegangen. Nach einem Heber über die Rottendorfer Abwehrkette, diesmal mit Simon Wengeler in der Startformation, lief ein Stürmer frei auf Pascal Krämer zu, scheiterte jedoch an dessen tollem Reflex. Unglücklicherweise prallte der Ball dem zurückgeeilten Niklas Fritzler an den Kopf und von dort in das Rottendorfer Tor. Auch in der Folgezeit blieben die Sportfreunde die aktivere und gefährlichere Mannschaft, auch weil der TSV im Vergleich zur Vorwoche zu ungenau und langsam im Passspiel wirkte und auch die nötige Griffigkeit in den Zweikämpfen fehlte. So hatte Sailauf nur zehn Minuten nach der Führung die Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch wieder war es der seit Wochen glänzend aufgelegte Krämer, der die Möglichkeit zu Nichte machte. Erst nach diesem Weckruf wurde der TSV präziser im Spiel nach vorne und kam zu ersten Abschlüssen, ein Kopfball und ein Heber von Paul Schulz verfehlten aber das Gehäuse. Auch die restliche Zeit des ersten Spielabschnitts gehörten der Gröschl/Siedler Truppe, Armin Lilli gleich zweimal und Fritzler ließen jedoch relativ gute Chancen aus. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause, in der Coach Gröschl anscheinend die richtigen Worte fand.

Denn der TSV kam nun mit einer ganz anderen Körpersprache aus der Kabine und übernahm die Kontrolle über das Spiel. Sailauf sah sich komplett in die eigene Hälfte gedrängt. In der 62. Minute kam Lilli nach einer Busch-Ecke frei zum Kopfball, platzierte jedoch die Kugel zu mittig, sodass dieser Abschluss eine sichere Beute des Sailaufer Keepers wurde. Fünf Minuten danach war es aber dann soweit, dass die Rottendorfer Offensivbemühungen belohnt wurden. Der sehr agile Paul Schulz konnte zum wiederholten Male in der Nähe des Strafraums einen Ball festmachen und nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß aus 18 Metern legte sich Kapitän Nico Schubert zurecht und zirkelte diesen gekonnt um die Mauer. Der Sportfeunde-Torhüter kam zwar noch an den Ball, konnte aber den Treffer nicht verhindern. Der TSV war aber keineswegs mit dieser Punkteteilung zufrieden und hielt den Druck weiterhin hoch. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich landete eine flach an den Sechzehner gespielte Ecke von Nico Schubert bei seinem Bruder Moritz, der den Ball direkt Richtung Tor feuerte, die Kugel aber ganz knapp über den Kasten setzte. Die Schubert-Brüder waren es dann auch, die die größte Möglichkeit zum Siegtreffer herausspielten. In der 79. Minute lupfte Nico das Leder über die Abwehr auf Moritz, der mit der Fußspitze das Spielgerät am Keeper vorbei spitzelte. Dieser setzte jedoch mit einem Hechtsprung dem Ball nach und konnte diesen tatsächlich noch von der Linie kratzen. Die letzte Chance gehörte dann noch einmal dem TSV, doch Nico Schuberts Distanzschuss strich knapp am Pfosten vorbei. Erwähnenswert sei noch die Tatsache, dass bei einem weiteren Freistoß von Nico Schubert ein sich im Strafraum befindender Verteidiger mit beiden Händen über dem Kopf den Ball abwehrte, der Schiedsrichter jedoch, für alle Beteiligten überraschend, auf eine regelkonforme Abwehr entschied. So wäre ein Auswärtssieg durchaus im Bereich des Möglichen gewesen, obwohl man sehr lange gebraucht hatte in die Partie zu finden.

Am kommenden Sonntag empfängt der TSV mit Vatanspor Aschaffenburg einen sicherlich spielstarken und technisch versierten Gegner, was auf ein interessantes Spiel hoffen lässt.

Andreas Schubert