TSV Rottendorf - TSV Heimbuchenthal 4:1 (2:1)
Mit einem auf dem Papier doch recht deutlichen, auf dem Platz aber hart erkämpften Sieg geht die Eiring-Mannschaft nun in die wohlverdiente Winterpause und bleibt weiterhin in Schlagdistanz zu den zwei Spitzenteams aus Hösbach und Unterpleichfeld. Das Match gegen die Kicker aus dem Spessart begann mit einer Schweigeminute für den am vergangenen Donnerstag verstorbenen Eduard Winterbauer, der viele Jahre für den TSV als Platzwart tätig war.
Das Rottendorfer Trainerteam Eiring/Siedler schickte die Erfolgself des letzten Spieltages auf das nun schon arg ramponierte Geläuf. Wie schon in der vorherigen Partie in Unterpleichfeld fand der TSV nur schwer in die Partie und hatte gegen einen hoch anlaufenden Gegner große Mühe einen geordneten Spielaufbau zu organisieren. Frühe Ballverluste ermöglichten Heimbuchenthal immer wieder Umschaltaktionen über ihren Lenker und Denker Aykut Oekeer. Dieser leitete dann auch in der Anfangsphase die erste Chance des Matches ein, seine Flanke konnte allerdings von seinem Mitspieler nicht erfolgreich verwertet werden (7.). Nur kurze Zeit darauf war es Nik Hofrichter, der in letzter Sekunde vor einem einschussbereiten Gästestürmer klärte. Es nach einer Viertelstunde konnte der TSV zum ersten Mal für Gefahr sorgen, als Top-Scorer Paul Schulz im Strafraum von Sebastian Hackenberg eingesetzt wurde, doch auch in dieser Situation war ein Verteidiger, in diesem Fall Routinier Fabian Thiel, Sieger des Zweikampfes. Keiner Mannschaft gelang es in dieser Phase das Spiel an sich zu reißen, es dominierten beide Abwehrreihen. Erst nach fast 30 gespielten Minuten war es Matthias Richter, der nach einem zu kurz abgewehrten Ball zum Abschluss kam, das Leder aber knapp am Kasten vorbei setzte. Die Rolle des Dosenöffners für den TSV übernahm dann jedoch in der 29. Minute Armin Lilli. Richter schlug eine Ecke scharf vor das Tor von Gästekeeper Masilla, von wo aus ca. fünf Metern der eingelaufene Liili die Kugel mit dem Kopf im langen Eck versenkte. Nur drei Minuten darauf hatte der TSV allerdings Glück, als Thiel nach einer Ecke völlig frei zum Kopfball kam, diesen aber zu mittig und damit auf Torhüter Pascal Krämer platzierte. Den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich für Heimbuchenthal besorgte dann in der 38. Minute der gefährlichste und beste Spieler der Gäste. Ein perfekt geschlagener langer Ball schickte Oekeer auf die Reise und zwang Krämer aus seinem Kasten. Dieser kam einen Tick zu spät und zog in einem drohenden Zweikampf zurück, um eine mögliche rote Karte zu vermeiden. Oekeer umkurvte ihn und schob das Leder aus spitzem Winkel in das verwaiste Tor. Zu allem Unglück verletzte sich der sehr umsichtige Fritzler-Ersatz Marius Wiederer in dieser Situation und konnte nur noch eine Viertelstunde in der zweiten Halbzeit agieren. Für ihn kam Til Heilke. Als man sich schon auf ein leistungsgerechtes Remis zur Pause eingestellt hatte, war es erneut Lilli, der seine Farben in Führung brachte. In der ersten Minute der Nachspielzeit landete eine Richter-Ecke bei Marius Wiederer am langen Pfosten, der den Ball quer vor das Tor spielte, wo Lilli das Spielgerät aus kurzer Distanz über die Linie drückte (45+1).
Der zweite Spielabschnitt sah Gäste, die mit aller Vehemenz auf den Ausgleich drängten. So waren keine fünf Minuten gespielt, als ein Pressschlag weit vor dem Rottendorfer Tor sich gefährlich Richtung Torwinkel senkte und von Krämer gerade noch über die Latte gelenkt werden konnte. Und in der 53. Minute bedurfte es einer Glanztat Krämers , der einen Distanzschuss mit den Fingerspitzen an den Pfosten abfälschte, um das Leder dann anschließend unter sich zu begraben. Erst nach über einer Stunde gab der TSV ein offensives Lebenszeichen von sich, als der mit aufgerückte Außenverteidiger Hackenberg aus zwanzig Metern einen gewaltigen Flatterball auf die Reise schickte, der den Kasten und den Kopf des in der Mitte lauernden Schulz nur knapp verfehlte. Die Gäste antworteten postwendend und verpassten den Ausgleich aus kurzer Distanz um nur wenige Zentimeter. Die Schlussviertelstunde gehörte dann jedoch dem TSV, der an diesem Tag bis zu diesem Zeitpunkt brutal effektiv war. Nachdem Eiring mit Robin Busch (für Schulz) und Mathis Böhler (für Lilli) zwei frische Kräfte gebracht hatte, war es Busch, der maßgeblich am 3:1 beteiligt war. Hatte er noch kurz zuvor aus 16 Metern knapp verzogen, landete in der 81. Minute eine scharfe Flanke, die noch von Hofrichter entscheidend verlängert wurde, auf den am langen Pfosten eingelaufenen Moritz Schubert, der die Kugel anspruchsvoll im Fallen in das Tor beförderte und damit seine Torflaute beendete. Nach diesem Treffer kam Arni Eiriksson für den wieder einmal sehr agilen Simeon Stellflug in die Partie. Richter hätte kurz vor Schluss das 4:1 machen müssen, als wiederum Moritz Schubert, frei auf den Keeper zulaufend, noch einmal uneigennützig quer legte, Richter jedoch den Ball aus zehn Metern unbedrängt an den Pfosten donnerte. Böhler machte es dann aber in der 88. Minute deutlich besser, als bei einem Konter über Busch und Schubert das Leder bei ihm landete und er eiskalt aus zwölf Metern einnetzte (88.). Das 5:1 ließ dann in der Nachspielzeit erneut Richter liegen, als der TSV gegen nun resignierende Gäste sich bis in deren Strafraum kombinierte und wieder Schubert ihm die Kugel auflegte. Aus kurzer Distanz jagte der bis dato recht erfolgreiche Torschütze den sich leicht verhüpfenden Ball über den Kasten.
Mit diesem dritten Sieg in Folge – alle gegen Top-Teams – hat sich der TSV nun in der Spitzengruppe etabliert und somit nach der Winterpause noch gute Chancen, um den Aufstieg mitzuspielen. Nach einer verdienten Pause wird Trainer Eiring nun die Mannschaft wie gewohnt akribisch auf die Futsal-Hallensaison vorbereiten, in der Rottendorf der unterfränkische Titelverteidiger ist.
Andreas Schubert
